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Olympia-Medaillengewinner Leo Pohl gestorben


Leonhard Pohl (Foto: TSV Pfungstadt)

Der Hessische Leichtathletik-Verband (HLV) trauert um Leonhard „Leo“ Pohl. Der ehemalige Sprinter des TSV Pfungstadt ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Pohl gewann 1956 bei den Olympischen Spielen in Melbourne die Bronzemedaille mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel (40,3 Sekunden), der darüber hinaus Lothar Knörzer, Heinz Fütterer und Manfred Germar angehörten. Über 200 Meter erreichte Pohl in Melbourne das Halbfinale. Ein weiterer internationaler Erfolg war Platz vier über 100 Meter bei der Europameisterschaft 1954. Bei deutschen Meisterschaften lief Pohl über 100 und 200 Meter jeweils auf Rang zwei (1954) sowie über beide Sprintdistanzen jeweils auf den dritten Platz (1955, 1957). Zudem wurde Pohl von 1952 bis 1957 hessischer Meister über 100 Meter, den Titel über 200 Meter gewann er in diesem Zeitraum fünf Mal. 1959/1960 war Pohl dann als HLV-Schülerwart tätig. Seine persönlichen Bestzeiten über 100 und 200 Meter lief der am 18. Juli 1929 im ostpreußischen Alleinstein (heute Olsztyn/Polen) geborene Pohl im Jahr 1956. Über 100 Meter (10,5 Sekunden) am 30. September in Dresden, die 200 Meter legte er am 23. September in Hamburg in 21,1 Sekunden zurück.

Anlässlich des Wiedersehenstreffens der Medaillengewinner von Olympia 1956 am 9./10. Dezember in Liebenwalde bei Berlin wurde ein besonderes Objekt für das Museum gesichert. Denn bereits in zahlreichen zuvor absolvierten Wettkämpfen (u.a. mit Europarekord beim Länderkampf gegen Schweden in Köln) hatte sich das „Kölner Staffelholz“ zu einem Glücksbringer entwickelt. Nach ihrer Rückkehr aus Australien zersägten die vier Männer den Stab, der mittlerweile mehrfach die Welt umrundet hatte. So konnte jeder ein persönliches Erinnerungsstück mit nach Hause nehmen.

Uwe Martin/Homepage TSV Pfungstadt

 


28.04.2014