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Pohl verzichtet, Göltl und Schütz im Blickpunkt


Michael Pohl (Foto: Helmut Schaake)

Aus dem Dreikampf um den Titel des schnellsten Hessen ist ein Zweikampf geworden. Denn Michael Pohl von der LG Friedberg-Fauerbach wird bei den hessischen Leichtathletik-Meisterschaften an diesem Wochenende in Wetzlar wegen eines Hexenschusses „zu 99,9 Prozent“ (Trainer Volker Weber) nicht am Start sein. Pohl hatte im vergangenen Jahr die Titel über 100 und 200 Meter gewonnen und ist in diesem Sommer mit einer Zeit von 10,53 Sekunden über 100 Meter bislang bester hessischer Sprinter. Gefolgt von Simon Schütz (Wiesbadener LV/10,59) sowie Felix Göltl (LG Friedberg-Fauerbach/10,62). „Michael hat eine tiefe 40er oder sogar noch schnellere Zeit in den Beinen“, sagt Weber. „Aber ohne eine wundersame Genesung ist ein Start ausgeschlossen.“ So könnte der 18-jährige Schütz am Samstag (Vorlauf: 12 Uhr, Zwischenlauf: 13 Uhr, Finale: 14.15 Uhr) in den Blickpunkt rücken. Der Wiesbadener verbesserte sich am zurückliegen Wochenende bei der U23-DM über 200 Meter auf 21,37 Sekunden, über die kurze Sprintdistanz brachte er sich mit einem Fehlstart im Vorlauf um alle Chancen.

Schütz will sich in Wetzlar für die U20-WM in Eugene (22. bis 27. Juli) qualifizieren, die Norm des deutschen Verbandes beträgt 10,52 Sekunden. „Ich hoffe auf einen kleinen Wetterumschwung. Bei den derzeit avisierten 17 Grad und ohne Sonne wird es schwierig“, sagt sein Trainer Georg Schmidt. Dass im Wetzlarer Stadion eine schnelle Kunststoffbahn verlegt ist, verdeutlicht die persönliche Bestzeit des zweiten Titelanwärters Göltl: 10,32 Sekunden, gelaufen vor vier Jahren in Wetzlar. Seither hat Göltl einige sportliche Tiefen durchschritten. „Aber er hat es drauf, seine Saisonbestzeit deutlich zu unterbieten“, sagt Weber.

tin.

 


20.06.2014