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Marc Reuther knackt U20-WM-Norm mit Bestzeit


2013 U18-WM-Fünfter: Marc Reuther (Foto: B. Heller)

Befreiungsschlag und Erleichterung für Marc Reuther. Der Mittelstreckler vom Wiesbadener LV hat sich beim Volksbank-Meeting in Osterode über 800 Meter in der neuen persönlichen Bestzeit von 1:48,87 Minuten nachdrücklich für die U20-WM im US-amerikanischen Eugene (22. bis 27. Juli) empfohlen. Bei optimalen äußeren Bedingungen nahm das Rennen den geplanten Verlauf. Nach 53,5 Sekunden ging es in die zweite Runde. Dann lautete das Motto: "Alles was drin ist!"


In seinem dritten Saisonrennen über die zwei Stadionrunden blieb der Schützling von Trainer Georg Schmidt erstmals unter der Norm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) von 1:50,00 Minuten. Nach zwei jeweils knapp gescheiterten Versuchen in Rehlingen (1:50,03) und Dessau (1:50,17) hat sich Marc Reuther mit seiner Zeit im Osteroder Jahnstadion an die Spitze der deutschen U20-Jahresbestenliste gesetzt. Die Tickets nach Eugene werden nach dem dritten und letzten Nominierungswettkampf bei der Junioren-Gala in Mannheim (5./6. Juli) vergeben.


Auch für zahlreiche weitere hessische Nachwuchsathletinnen und -athleten hat sich die Reise in den Harz gelohnt. So gewann Lukas Abele vom SSC Hanau-Rodenbach fünf Tage nach seinem U18-Hessenmeistertitel über 800 Meter den U18-Wettbewerb über 1500 Meter in 3:53,92 Minuten und verwies Marc Tortell vom TV Rendel, der nach 3:56,38 Minuten ins Ziel kam, wie in Wetzlar auf den zweiten Platz. Abele verbesserte sich gegenüber seiner Hallenbestzeit um etwa sieben, Tortell gegenüber seiner Zeit von Koblenz um knapp acht Sekunden. Mit seiner Zeit von Osterode ist Lukas Abele nicht nur der bisher schnellste deutsche U18-Läufer in diesem Jahr, sondern blieb auch unter der letztjährigen nationalen Bestzeit von Fabian Gehring (LG Vogtland; 3:54,78).


Einen ähnlich starken Auftritt hatte Sabbona Abdulkadir von der LG Eder im U18-Rennen über 3000 Meter. Im Zweikampf gegen den Thüringer Marcus Müller (VfB Schleiz) behielt der U18-Hessenmeister über 1500 Meter in 8:37,03 Minuten die Oberhand und setzte sich ebenfalls an die Spitze der DLV-Jahresbestenliste. Der gebürtige Äthiopier und Schützling von Trainer Knut Holzapfel blieb damit auch unter seiner Hallenbestleistung von 8:44,61 Minuten, die ihm im Februar Platz acht bei den Jugendhallenmeisterschaften eingebracht hatte.

Auch Abdulkadirs Mannschaftskollege Tilman Garthe hatte allen Grund zur Freude. Nachdem er sich in Wetzlar noch den U18-Hessenmeistertitel über 400 Meter gesichert hatte, startete er in Osterode wieder über die zwei Stadionrunden. In der Zeit von 1:51,95 Minuten konnte er seinen gerade einmal knapp drei Wochen alten nordhessischen U18-Rekord nochmals steigern und musste nur Christian von Eitzen vom LC Rehlingen den Vortritt lassen, der in 1:50,17 Minuten seine nationale Führungsposition untermauerte.


Ronja Böhrer (Foto: IRIS)

Acht Tage vor dem Ausscheidungsrennen im Rahmen der Süddeutschen Meisterschaften in Regensburg (5./6. Juli) um die zwei deutschen Startplätze bei der U20-WM über 3000 Meter Hindernis hat sich Ronja Böhrer (SSC Bad Sooden-Allendorf) in starker Form präsentiert. Als U20-Siegerin über 1500 Meter in der neuen Bestzeit von 4:25,61 Minuten (davor 4:27,22 in der Halle) spielte sie ihre Spurtfähigkeiten aus und verwies Tina Donder (Erfurter LAC; 4:28,98) auf den zweiten Rang. Auf der 3000-Meter-Hindernisstrecke haben mit Donder (10:25,64), Böhrer (10:26,65), Lea Meyer (VfL Löningen; 10:27,33) und Antonia Hehr (SV Molbergen; 10:31,01) bisher vier Läuferinnen die vom DLV geforderten 10:34,00 Minuten für Eugene unterboten. Lea Meyer scheiterte in Osterode im Alleingang knapp an der Eugene-Norm über die 3000 Meter-Flachstrecke (9:33,60 Minuten).

Schnellste Frau über 1500 Meter war die Bestzeit laufende Julia Fritz (LC Eschenburg; 4:33,34). Mit 6,09 Metern erzielte Gesa Kratzsch (LG OVAG Friedberg-Fauerbach) eine Saisonbestleistung und siegte im Weitsprung. Im Diskuswurf belegten Sabine Rumpf (56,43 Meter) und Julia Bremser (beide LSG Goldener Grund Selters/Ts.; 53,74) die Ränge zwei und drei.

Nicht zufrieden mit seinem vierten Platz über 3000 Meter in 8:26,42 Minuten zeigte sich Jens Nerkamp (PSV Grün-Weiß Kassel). "Am Anfang habe ich mich locker gefühlt, aber ich konnte nicht wie geplant auf den letzten drei Runden Druck machen." Schnell fand der Schützling von Trainer Winfried Aufenanger einen Grund für seine fehlende Frische. In der Prüfungsphase an der Uni in Kassel kommt der Schlaf zurzeit etwas zu kurz.

Zu den Ergebnissen

Tammo Lotz

 


28.06.2014