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Hessen holt sieben DM-Block-Medaillen in der U16


Schnellster Sprinter: Nico Kühnel (Fotos: Benjamin Heller)

Ein erster, zwei zweite und vier dritte Plätze. So lautet die Podiumsbilanz des Hessischen Leichtathletik-Verbandes bei den Deutschen Blockwettkampfmeisterschaften in der Altersklasse U16. In den als Fünfkampf ausgetragenen Wettbewerben gibt es die Schwerpunkte Lauf, Sprint und Wurf. Dementsprechend variiert die Zusammenstellung der Disziplinen. Das Grundgerüst in allen drei Blöcken bilden der 100 Meter-Sprint, der 80 Meter-Hürdenlauf und der Weitsprung. Die restlichen zwei Disziplinen sind entweder der Ballwurf und der 2.000 Meter-Lauf (Block Lauf), der Hochsprung und der Speerwurf (Block Sprint) oder das Kugelstoßen und der Diskuswurf (Block Wurf).


Nico Kühnel von der SG Johannesberg triumphierte nach Bronze im Vorjahr im jüngeren Jahrgang im Block Sprint der M15 mit 3.142 Zählern und bescherte dem HLV den einzigen Titel im Grenzlandstadion in Mönchengladbach-Rheydt. Auf dem Silberrang landeten Sophie Poluschkin (LG VfL/SSG Bensheim/Block Lauf W14/2.564) sowie die Mädchen-Mannschaft der LG Eintracht Frankfurt in der Besetzung Miriam Sinning, Victoria Moldenhauer, Katharina Plock, Sofie Reitbauer und Pauline Grabiger (13.101 Punkte). Mit Bronze für ihr vielseitiges Leistungsspektrum belohnten sich Theresa Schöppner (TV Flieden/ Block Lauf W15/2.690), Miriam Sinning (Block Sprint W15/ 2.858), Janis-Elias Pohl (beide LG Eintracht Frankfurt/Block Lauf M14/2.415) und Luca Marie Jahn (TV Flieden/Block Lauf W14/2.561).


Darüber hinaus gab es eine Reihe weiterer wertvoller Platzierungen. Über drei vierte Plätze freuten sich Oskar Schwarzer (TV Groß-Gerau/Block Lauf M15/2.757), Philipp Heckmann (LG Eintracht Frankfurt/Block Sprint M15/3.047) und Carolin Friedrich (LAV Kassel/Block Lauf W15/2.679). Als Fünfter schloss Niklas Schwesig von der LG Wetzlar den Wettbewerb im Block Lauf der M14 ab (2.338 Punkte). Den starken hessischen Auftritt im Block Lauf in der W14 mit drei Platzierungen unter den Top Acht komplettierte Sophia Wolf (LG VfL/SSG Bensheim/2.509) als Sechste. Jeweils Siebter wurden Felix Bornhofen (TV Alsbach 1898/Block Sprint M14/2.841) und Maximilian Wagner (TV Gelnhausen/Block Wurf M14/2.691). Achte Plätze gingen auf das Konto von Sebastian Arnold (TuS Weilmünster/Block Wurf M15/2.950), Victoria Moldenhauer (Block Wurf W15/2.598), Nikolaus Winter (beide LG Eintracht Frankfurt/Block Lauf M14/2.318) und Jennifer Zuban (TSV 05 Remsfeld/Block Sprint W14/2.640).


Gegenüber den Landesmeisterschaften in Neu-Isenburg vor drei Wochen verbesserte sich Nico Kühnel im Block Sprint der M15 um 14 Punkte und im Speerwurf um über drei Meter auf 43,87 Meter. Der weiteste Wurf mit dem 600 Gramm-Speer aber gelang Philipp Heckmann, der seine Bestleistung um knapp sieben Meter auf 57,05 Meter steigerte und nach zwei von fünf Disziplinen die Führung übernahm. Beide Hessen übersprangen danach 1,88 Meter (jeweils zwei Zentimeter höher als in Neu-Isenburg) und nach seiner Tagesbestzeit über 100 Meter in 11,47 Sekunden ging Nico Kühnel an die Spitze, die er auch im abschließenden Weitsprung erfolgreich verteidigte. Eine weitere Topleistung von Nico Kühnel waren die 11,05 Sekunden über 80 Meter Hürden.

Gleich zu Beginn im Block Lauf der W14 warf Luca Marie Jahn den Ball auf die Tagesbestweite von 46,50 Meter und übernahm die Führung. Nach dem Weitsprung, in dem Luca Marie Jahn (5,09 Meter) und Sophie Poluschkin (5,10) die einzigen 5-Meter-Sprünge der Konkurrenz zeigten, lagen drei Hessinnen auf den Plätzen zwei bis vier und nur knapp hinter der führenden Johanna Berrens (SV Steinheim) aus Bayern. Während die zweitplatzierte Pauline Grabiger von der LG Eintracht Frankfurt im 2.000 Meter-Lauf noch auf Platz zehn zurückfiel, kletterten Poluschkin und Jahn um jeweils einen Platz nach oben und lagen am Ende nur drei Punkte auseinander. Beide mussten aber die Überlegenheit von Johanna Berrens auf den abschließenden fünf Stadionrunden anerkennen.

Die beste Mischung aus Sprint, Sprung und Ausdauer im Block Lauf der W15 besaß Nele Weßel vom SV Preußen Berlin. Sie zeigte den weitesten Satz in die Weitsprunggrube (5,35 Meter), den schnellsten Hürdensprint (12,02 Sekunden), die zweitschnellste Zeit über 100 Meter (12,82) und die zweitbeste Leistung über 2.000 Meter (7:01,30 Minuten). Theresa Schöppner konterte mit der zweitbesten Weite mit dem Ball (50,00 Meter) und lag nach drei Disziplinen sogar in Führung. Carolin Friedrich stand ihr mit 49,00 Metern im Ballwurf kaum nach und war nach dieser Disziplin Dritte. Im abschließenden 2.000 Meter-Lauf machte Jaqueline Eylmann vom SV Friedrichsgabe (Schleswig-Holstein/7:02,85 Minuten) das Rennen um Silber und distanzierte Carolin Friedrich (7:23,62) und Theresa Schöppner (7:24,02) deutlich. Die Fliedenerin verlor auf den fünf Stadionrunden nur einen Punkt auf die Nordhessin, die mit elf Zählern Rückstand knapp das Siegerpodest verpasste.


11,55 Sekunden über 80 Meter Hürden: Miriam Sinning

Im Block Sprint der W15 traf die Hessenmeisterin Miriam Sinning auf die letztjährige Deutsche Meisterin im jüngeren Jahrgang, Merle Homeier vom VfL Bückeburg (Niedersachsen). Und die zeigte gleich in der ersten Disziplin, dem Weitsprung, ihre ganze Klasse: 6,08 Meter. Miriam Sinning sammelte wie schon in Neu-Isenburg ihre meisten Punkte über 80 Meter Hürden. In 11,55 Sekunden erzielte sie die Tagesbestzeit und war sogar noch 14 Hundertstelsekunden schneller unterwegs als vor drei Wochen. Vor dem abschließendem Hochsprung lag die Frankfurterin als Sechste noch 25 Punkte hinter dem Bronzerang. Doch mit übersprungenen 1,60 Meter konnte Miriam Sinning viel Boden gutmachen und sogar noch die Führende Lara Hümke (LTV Bad Dürkheim/1,48) abfangen, die mit 16 Zählern Rückstand auf die Hessin den vierten Platz belegte. Dank der besten Hochsprungleistung (1,68 Meter) strich Merle Homeier ihre nächste Goldmedaille ein und blieb mit 2.928 Punkten nur 73 Zähler unter der DLV-Bestleistung der Erfurterin Diana Rach aus dem Jahr 2004.

Im Block Lauf der M14 waren die späteren Gold- und Silbermedaillengewinner Moritz Ringk (TuS 1920 Jahn Hilfarth/Nordrhein) und Tom Fischer (HSG Uni Greifswald/Mecklenburg-Vorpommern) spätestens nach dem Ballwurf (3. Disziplin) enteilt. So blieb für den Hessenmeister Janis-Elias Pohl der Kampf um die Bronzemedaille, in dem er sich auf seine Sprintqualitäten (100 Meter: 12,70 Sekunden, 80 Meter Hürden: 12,23) verlassen konnte und dazu beinahe einen halben Meter weiter sprang als in Neu-Isenburg (5,01 Meter). Im abschließenden 2.000 Meter-Lauf nahm er seinem Hauptkonkurrenten um Bronze, Oliver Rehn vom Dresdner SC, noch knapp vier Sekunden ab und steigerte sich gegenüber den Hessenmeisterschaften insgesamt um 12 Punkte. Der fünftplatzierte Niklas Schwesig war gewohnt stark mit dem Ball (52,50 Meter) und über 2.000 Meter (6:35,84), vergab aber eine höhere Punkteausbeute im Weitsprung (4,66 Meter).

Klare Verbesserungen gegenüber den Hessenmeisterschaften verzeichneten die jeweils Achtplatzierten Jennifer Zuban (Block Sprint W14/+82 Punkte), Sebastian Arnold (Block Wurf M15/+65) und Victoria Moldenhauer (Block Wurf W15/+46).

Es fällt auf, dass über die Hälfte der hessischen Top Acht-Platzierungen in den Einzelwertungen vom Block Lauf erzielt wurden (9/17) und nur drei von ihnen auf den Block Wurf entfielen.

Zu den Ergebnissen

Tammo Lotz

 


08.07.2014