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Sechsmal Silber für hessischen U16-Nachwuchs


Gewann in Köln Silber: Charlotte Föller (Foto: Benjamin Heller)

Sechsmal Silber und einmal Bronze. So lautet die Medaillenbilanz des Hessischen Leichtathletik-Verbandes bei den erstmals ausgetragenen Deutschen Meisterschaften der Altersklasse U16. Dazu kommen elf weitere Endkampfplatzierungen auf den Rängen vier bis acht (4./4x, 5./3x, 6./1x, 7./3x). Zwölf dieser achtzehn Leistungen waren persönliche Rekorde.


Im Kölner NetCologne-Stadion wurden erstmals seit 1979 wieder Deutsche Schülermeister in insgesamt 28 Einzeldisziplinen und zwei Staffeln gekürt. Von 1980 bis 2013 sind auf Deutschlandebene Schülertitel nur im Mehrkampf beziehungsweise Blockmehrkampf sowie den Schülermannschaftsmeisterschaften (DSMM) vergeben worden.


Nach seinen Siegen in Hessen und bei den Süddeutschen Meisterschaften (jeweils M15) steigerte sich 800 Meter-Läufer Oskar Schwarzer vom TV Groß-Gerau erneut um über eine Sekunde auf 2:00,45 Minuten (davor 2:01,79) und holte Silber hinter Finn Merten vom VfL Kamen, der als einziger unter der Zweiminutenmarke blieb (1:59,16). Nur knapp an Gold vorbei lief Joshua Becker (LG Eintracht Frankfurt) über 3.000 Meter. Angetreten mit der achtbesten Meldezeit von 9:36,66 Minuten, verbesserte sich der junge Frankfurter um knapp 22 Sekunden auf 9:14,95 Minuten. Schneller war nur Jonathan Schmidt vom Dresdner SC (9:14,39). Auch Charlotte Föllers Bestzeit über 300 Meter Hürden wurde mit Silber belohnt. Für die Schülerin von der SG Schlüchtern, die bei ihrem Sieg bei den Hessenmeisterschaften noch 45,01 Sekunden benötigt hatte, blieben die Uhren in Köln nach 44,39 Sekunden stehen.


Im Sprint gingen gleich zwei Silbermedaillen nach Hessen: Im Einzel über 100 Meter an den Hessenmeister auf dieser Strecke, Lukas Sandmann (Wiesbadener LV/11,22 Sekunden), der zwei Wochen zuvor bei den Süddeutschen U16-Meisterschaften bereits zwei Silberplaketten ergattert hatte (100 Meter, 80 Meter Hürden). Die 4x100 Meter-Staffel der Startgemeinschaft Johannesberg-Fulda kam nach 44,58 Sekunden ins Ziel. In der Besetzung Jonas Gora, Manuel Wehner, Peter Schaffrath sowie dem 100 Meter-Vierten Nico Kühnel (11,43/Vorlauf: 11,40) war das Quartett über eine Sekunde schneller als bei den Hessischen Staffelmeisterschaften im Juni (45,81).


Ebenfalls mit Silber trat Miriam Sinning (LG Eintracht Frankfurt/80 Meter Hürden) die Heimreise ins Rhein-Main-Gebiet an. Nach 11,70 Sekunden im Vorlauf reihte sich die Frankfurterin im Finale in 11,73 Sekunden hinter der Thüringerin Sophia Hügel (KSSV Victoria Weimar/Schöndorf) ein, die in 11,56 Sekunden gewann.

Von Position sieben in der Meldeliste auf Rang drei – so liest sich das Arbeitsprotokoll von 3.000 Meter-Läuferin Lisa Oed (SSC Hanau-Rodenbach). Stand ihre Bestzeit auf den siebeneinhalb Runden vor den Meisterschaften noch bei 10:29,95 Minuten, so machte sie in Köln einen Sprung um über 23 Sekunden auf 10:06,14 Minuten. Nur zwei der insgesamt 22 Konkurrentinnen der Hessin waren schneller: Annika Riedel (SG Bredenbeck/10:02,45) und Renée Havenga (LAC Quelle Fürth/10:05,86). Auch die zweite Hessin im Feld, Gina-Marielle Schürg vom TSV Friedberg-Fauerbach, steigerte sich deutlich auf 10:12,22 Minuten (davor 10:29,25) und wurde Sechste.

Mit übersprungenen 1,92 Meter ging es für Philipp Heckmann (LG Eintracht Frankfurt) so hoch hinaus wie noch nie (davor 1,90). Jedoch verpasste er das Podium um zwei Zentimeter. Sein Vereinskamerad Andreas Bechmann folgte als Fünfter (1,89). Zwei Bestleistungen gelangen Sebastian Arnold vom TuS Weilmünster. Im Hammerwurf steigerte er sich um fast genau zwei Meter auf 55,79 Meter (davor 53,80) und wurde Vierter. Die 1 Kilogramm schwere Diskusscheibe beförderte Arnold auf 51,79 Meter (davor 51,06) und belegte mit dieser Leistung den siebten Rang. Arnolds Disziplinkollegin Victoria Moldenhauer (LG Eintracht Frankfurt) schleuderte den Diskus im fünften Versuch auf die persönliche Bestweite von 38,26 Meter (davor 37,51), zog kurzzeitig mit der drittplatzierten Korinna Lömker (LG Kreis Lübbecke/38,85) gleich und und wurde am Ende respektable Vierte.

Jeweils fünfte Plätze errangen in ihren zweiten Disziplinen Lukas Sandmann (80 Meter Hürden/11,30 Sekunden) und Philipp Heckmann (Speerwurf/48,53 Meter). Zwei Bestleistungen erzielte 100 Meter-Sprinter Jonas Eufinger von der TG Camberg. Im Vorlauf steigerte er sich auf 11,67 Sekunden (davor 11,68), im Finale mit der siebtschnellsten Zeit schließlich auf 11,60 Sekunden. Ein weiterer siebter Rang ging an die Hochspringerin Anabel Peine (HTG Bad Homburg/1,65 Meter).

Zu den Ergebnissen


Tammo Lotz

 


19.08.2014