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München, Berlin, Bad Hersfeld, Offenbach: Herbstzeit ist Laufzeit


Silke Optekamp (Foto: Grün-Weiß Kassel)

In der Einzelwertung lief es für die hessischen Athletinnen nicht unbedingt wunschgemäß bei den deutschen Marathonmeisterschaften in München, doch in der Teamwertung gab es eine Medaille. Platz zwei sicherten sich die Frauen von Spiridon Frankfurt in der Besetzung Tinka Uphoff (2:50:32/4.), Birgitt Bohn (2:56:18/10.) und Anke Holljesiefken (2:58:26)/13.) hinter der LG Telis Finanz Regensburg. 8:27:00 Stunden standen 8:45:16 Stunden gegenüber. Bei den Männern waren die Hessen noch erfolgreicher, denn Grün-Weiß Kassel erreichte mit dem gebürtigen Äthiopier Ybekal Daniel Berye in der Einzelwertung (2:24:06/3.) ebenso eine bronzefarbene Podestplatzierung wie in der Mannschaftswertung mit Berye, Jörn Harland (2:35:54) und Fred Schmalz (2:43.01/35.). Was man auch nicht aller Tage erlebt, in München aber zu einer nachträglichen Korrektur der Männer-Ergebnisliste führte: Der ehemalige WM-Teilnehmer Tobias Sauer (Hamburg) wurde disqualifiziert, weil er mehrmals abgekürzt hatte. So wurde aus dem zweiten Platz eine Blamage erster Klasse.

Die 35-jährige Titelverteidigerin Silke Optekamp hatte sich nach gesundheitlichen Schwierigkeiten im Frühjahr erst vor elf Wochen für einen Start entschieden. Im Vorfeld fühlte sie sich fit, auf dem Kurs machten sich jedoch muskuläre Probleme und Seitenstiche bemerkbar. Die Reihenfolge im Ziel lautete Steffi Volke (Regensburg/2:44:37), Monika Heiß (Regensburg/2:48:12), Sandra Klein (SG Wenden/2:49:05), Tinka Uphoff und Silke Optekamp (2:52:31). Bei den Männern heißt der neue deutsche Meister Tobias Schreindl (LG Passau/2:21:47), dahinter folgten Dominik Fabianowski (ASV Köln/2:23:19) und Berye.

Der Herbst ist bekanntlich Laufzeit, und so standen am Wochenende 11./12. Oktober noch andere Veranstaltungen im Wettkampfkalender. Etwa die Asics Grand Ten in Berlin, wo Katharina Heinig am Start war. Die EM-Teilnehmerin (Marathon) von der LG Eintracht Frankfurt steigerte ihre persönliche Bestzeit im 10-Kilometer-Straßenlauf als Vierte auf 33:31 Minuten. „Sonne, etwas Wind und eine tolle Stimmung haben mich zu einer neuen PB gepusht“, postete sie nach dem Rennen auf Facebook.

Und dann gab es natürlich noch die hessischen Halbmarathonmeisterschaften, die in Bad Hersfeld im Rahmen des Lollslaufs stattfanden. Hier setzten sich Kerstin Stephan vom LC Olympia Wiesbaden (1:23:16) und Jens Nerkamp (Grün-Weiß Kassel/1:09:22) durch. Noch schneller ging es beim Offenbacher Mainuferlauf. Über die Halbmarathondistanz pulverisierte Florian Neuschwander (Trier) in 1:07:01 Stunden den Streckenrekord und präsentierte sich bestens vorbereitet für den Frankfurt-Marathon (26. Oktober). Neuschwander, im Jahr 2013 Vizeweltmeister im Ultra-Trail-Running und schon seit dem Sommer im Frankfurter Laufshop von Jost Wiebelhaus beschäftigt, ist derzeit in Frankfurt auf Vereinssuche. Und noch eine schnelle Zeit aus Offenbach: Sarah Kistner (MTV Kronberg) gewann das 10-Kilometer-Rennen in 35:38 Minuten. Damit verbesserte sie ihre vorherige hessische U18-Bestleistung (36:39) sehr deutlich.

Uwe Martin

 


13.10.2014