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Hoffnung auf Männer-Zeiten von unter 2:30 Stunden und eine schnelle Nina Stöcker


Titelverteidiger Oliver Hoffmann (r.; Fotos: Veranstalter)

Wer holt sich am 26. Oktober im Rahmen des 33. BMW Frankfurt Marathons die letzten für 2014 noch zu vergebenen Hessenmeistertitel in der Leichtathletik? Wenn am Sonntag um 10 Uhr der Startschuss erfolgt, werden über 15.000 Läuferinnen und Läufer das Rennen auf dem Rundkurs des ältesten deutschen Stadtmarathons aufnehmen. Bereits 241 von ihnen haben sich für die Hessischen Meisterschaften angemeldet. Nicht ganz so viele wie vor einem Jahr. Damals lagen zum gleichen Zeitpunkt 251 Meldungen vor. Diese Zahl kann allerdings auch dieses Jahr noch erreicht oder übertroffen werden, denn Nachmeldungen sind noch bis Sonntag um 9 Uhr möglich.


Während es eine neue Titelträgerin geben wird (die Schnellste des Vorjahres, Tinka Uphoff von Spiridon Frankfurt, startet nach ihrem 4. Platz bei den Deutschen Meisterschaften vor zwei Wochen in der Marathonstaffel), wird Oliver Hoffmann vom TSV Kirchhain an seinem 30. Geburtstag seinen Titel des Vorjahres verteidigen. Vor einem Jahr benötigte er für die 42,195 Kilometer lange Distanz eine Zeit von 2:28:51 Stunden. Die Bestzeit des Kirchhainers stammt aus dem Jahr 2012. Damals lief er in München 2:23:59 Stunden und rangierte in der nationalen Bestenliste an 19. Stelle. In der Jahresabschlussbilanz Hessens fehlt diese Leistung seltsamerweise.

Auf Frankfurts Straßen wird sich zeigen, wie sich ein mehrwöchiges Trainingslager im kenianischen Hochland, aus dem Hoffmann direkt anreist, auswirkt.

Oliver Hoffmanns vermeintlich stärkster Konkurrent kommt vom PSV Grün-Weiß Kassel. Marco Schwab verzichtete auf einen Start in München und konzentriert sich ganz auf das Rennen in Frankfurt. In der Main-Metropole stellte der 41-Jährige vor drei Jahren seine aktuelle Bestzeit von 2:25:49 Stunden auf.

Auch Jamal Sanhaji von den Sportfreunden Blau-Gelb Marburg gilt es zu beachten. Im Vorjahr sicherte er sich in 2:33:24 Stunden den dritten Platz. Bei den Hessischen Straßenlaufmeisterschaften über 10 Kilometer im September gewann er in der männlichen Hauptklasse und stellte in 32:20 Minuten eine neue Bestzeit auf.

Während im Vorjahr noch sieben Frauen eine Zeit von unter drei Stunden erzielten, ist eine solche Tiefe in diesem Jahr kaum zu erwarten. Als Hessin mit der besten Vorleistung geht Nina Stöcker ins Rennen. Die 22-Jährige im Trikot der LG Eintracht Frankfurt gehört zu der Trainingsgruppe um Wolfgang Heinig. Als Achte des Berlin-Marathons 2013 lief sie 2:37:46 Stunden. Bei den diesjährigen Deutschen Halbmarathonmeisterschaften in Freiburg verpasste sie als Vierte in 1:15:24 Stunden nur knapp das Siegerpodest.


Schnelle Hessin: Nina Stöcker

Hinter Nina Stöcker ist nach der Papierform nur Sarah Giebl vom TV 1861 Neu-Isenburg/Heusenstamm eine Zeit von unter drei Stunden zuzutrauen. Nach Platz fünf im Vorjahr in 2:55:23 Stunden und einem letzten Formtest beim Halbmarathon in Aschaffenburg, den sie in 1:23:40 Stunden gewann, fühlt sich die 24-Jährige gut gerüstet für den Marathon in der Main-Metropole. Fehlen werden neben Titelverteidigerin Tinka Uphoff auch ihre Vereinskameradinnen Birgitt Bohn (2013: 4.) und Anke Holljesiefken (6./alle Spiridon Frankfurt), die bereits in München auf den zweiten Platz in der DM-Teamwertung liefen. Jenny Schulz (2./Skills 04 Frankfurt), 10 Kilometer- und Halbmarathon-Hessenmeisterin Kerstin Stephan (3./LC Olympia Wiesbaden) sowie die Vorjahressiebte Gabi Hoffmeister (TV Hergershausen) tauchen in der Meldeliste nicht auf.

Insgesamt zehn Titelverteidiger sind in der Meldeliste geführt. Neben Gesamtsieger Oliver Hoffmann sind das Dieter Kux (ASC Darmstadt/M50), Ulrich Amborn (LG Offenbach/M55), Werner Bohr (Spiridon/M60, aufgestiegen in die M65), Helmut Scholtz (LG Wettenberg/M70, aufgestiegen in die M75), Vera Böhler (Spiridon/W45, aufgestiegen in die W50), Elke Gärtner (LC Olympia Wiesbaden/W50), Christine Falkhausen (TV Seeheim/W55), Helga Napierski (TuS Massenheim/W65) und Jutta Mader (LG Stadt Hattersheim/W75).

Wie bereits erstmalig im Vorjahr können sich Läuferinnen und Läufer ohne Startpass per "Tageslizenz" für die Wertung der Hessischen Meisterschaften registrieren lassen. Voraussetzung für die Beantragung dieser "Tageslizenz" zum Preis von 15 Euro sind der Hauptwohnsitz in Hessen und die Mitgliedschaft in einem dem Landessportbund Hessen angeschlossenen Sportverein. Ein Startpass eines anderen Leichtathletikverbandes darf nicht vorliegen. Mit der Tageslizenz-Beantragung wird bestätigt, dass die genannten Kriterien erfüllt sind. Der HLV behält sich eine Überprüfung der Angaben vor.

Nachmeldungen für die Hessenmeisterschaften sind nur noch vor Ort am Stand des Hessischen Leichtathletik-Verbandes (HLV) möglich. Der befindet sich in der Startnummernausgabe (Messehalle 1.2).

Im nächsten Jahr wird Frankfurt nach 1994, 1998 und 2001 zum vierten Mal seit der Wiedervereinigung die Deutschen Marathon-Meisterschaften ausrichten.

Zu den Teilnehmern


Tammo Lotz

 


25.10.2014