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Standort Wiesbaden überzeugt mit moderner Infrastruktur


Der Nachwuchskader Mittelstrecke mit Trainer Georg Schmidt (vorne, ganz links) sowie Marc Reuther (hinten, 4. v. l.), Niklas Harsy (hinten, 3. v. r.), Lukas Abele (hinten, ganz rechts), Marc Tortell (vorne, 3. v. l.), Oskar Schwarzer (vorne, 3. v. r.) und Tilman Garthe (vorne, 2. v. r.) (Foto: privat)

DLV-Disziplintrainer Georg Schmidt hatte gerufen und 14 deutsche Nachwuchsmittelstreckler aus dem C- und D-/C-Kader sind der Einladung nach Wiesbaden zu einem dreitägigen Kaderlehrgang gefolgt, darunter die Hessen Lukas Abele (SSC Hanau-Rodenbach), Tilman Garthe (LG Eder), Niklas Harsy (LAZ Gießen/TSG Lollar), Marc Reuther (Wiesbadener LV), Marc Tortell (TV Rendel) und Oskar Schwarzer (TV Groß-Gerau) sowie die Heimtrainer Erich Gebhardt (Harsy) und Dierk Feyerabend (Schwarzer). Im Mittelpunkt der erstmals in der hessischen Landeshauptstadt stattfindenden Trainingsmaßnahme standen Gang- und Bewegungsanalysen sowie das Erarbeiten von speziellen Übungen im Krafttraining.

Den Auftakt am ersten Tag bildete ein Schnelligkeitstraining im Helmut Schön-Sportpark mit dem Fokus auf Sprint- und Lauftechnik. Dabei wurden auch verschiedene Übungen zur sprintspezifischen Erwärmung (Lauf-ABC) vorgestellt. "Lauf-ABC ist nicht gleich Lauf-ABC. Wir haben uns auf die sinnvollsten Übungen konzentriert", erläuterte Georg Schmidt.

Im Kraftraum der Wettiner-Sporthalle wurde später das Trainingselement "Tiefkniebeuge" in verschiedenen Formen weiter erarbeitet. "Diese Übungen sollen später ein fester Bestandteil des Maximalkrafttrainings werden. Zur Vorbereitung ist den Athleten und Heimtrainern zunächst eine methodische Übungsreihe an die Hand gegeben worden. Die Gewichte haben noch keine Rolle gespielt", so Schmidt. Es folgte ein Rumpfstabilisationsprogramm mit dem Pezziball und dem Schlingentrainer. "Die Tendenz geht dahin, dass man dynamisch stabilisiert und nicht wie früher nur statisch wie zum Beispiel mit dem Unterarmstütz", erklärte der Heimtrainer des U20-WM-Teilnehmers Marc Reuther (800 Meter).

Der zweite Tag startete mit einer physiotherapeutischen Grunduntersuchung nach DLV-Muster, durchgeführt von der Physiotherapeutin Andrea Schmidt am Rehazentrum Med 4 Sports, einer Außenstelle des Olympiastützpunkts (OSP) Frankfurt. Daran schloss sich eine Sport- und Bewegungsanalyse am Gelenkzentrum Rhein-Main bei dem Bewegungsanalytiker Domenico Gurzi an. Gurzi ist ehemaliger Fußball-Juniorennationalspieler Italiens, der mittlerweile viele prominente Fußballer berät und mit Spezial-Einlagen ausstattet (u.a. den deutschen Nationaltorwart Manuel Neuer). Mit Hilfe der dreidimensionalen Haltungsanalyse „DIERS formetric 4D motion“ wurde eine Ganganalyse erstellt, um mögliche Fehlstellungen der Füße zu erkennen, die auf das Becken und die Wirbelsäule ausstrahlen können. "Oft sind Einlagen aber auch überflüssig. Auch das kann man mit dieser sehr anschaulichen Analyse erkennen", weiß Georg Schmidt zu berichten. Ein gemeinsamer Dauerlauf am dritten Tag beschloss die Trainingsmaßnahme.

Neben dem sportlichen Aspekt wurde auch Wert auf das gegenseitige Kennenlernen gelegt. Auf dem Programm standen ein gemeinsames Abendessen in der Wiebadener Innenstadt sowie der Besuch des Wiesbadener Weihnachtsmarkts und eines Bundesligaspiels der Volleyballerinnen des VC Wiesbaden. "Ich habe ein durchweg positives Feedback erhalten. Wiesbaden hat sich auch aufgrund seiner Infrastruktur als Alternative zu den bekannten Kadertreffpunkten in Saarbrücken, Erfurt, Leipzig oder Kienbaum bewährt", fasste Georg Schmidt zusammen.

Tammo Lotz

 


10.12.2014