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Fünf Titel und zehn Medaillen für hessische Athleten bei Hochschulmeisterschaften


Bestleistung: Lisa Mayer (Fotos: Benjamin Heller)

Bei den Deutschen Hochschulhallenmeisterschaften im Sport- und Freizeitzentrum Frankfurt-Kalbach haben die für hessische Vereine startenden Studierenden zehn Medaillen gewonnen, davon allein die Hälfte in Gold, ergänzt durch eine Silber- und vier Bronzeplaketten. Mit neuen Bestleistungen überzeugten Sprinterin Lisa Mayer (LG Langgöns/Oberkleen/Uni Frankfurt) und Zehnkämpfer Jan Felix Knobel (Königsteiner Leichtathletikverein/HS RheinMain) im Kugelstoßen.


Lisa Mayer, die in Frankfurt Germanistik und Geographie studiert, verbesserte sich über 60 Meter auf ihrer Trainingsbahn im Frankfurter Norden gleich zweimal. Im Vorlauf auf 7,54 Sekunden. Im Finale blieben die Uhren nach 7,53 Sekunden stehen. Im Januar war Lisa Mayer bereits zweimal in 7,58 Sekunden gestoppt worden und sprintete zu den Hessen-Titeln über 60 Meter bei den Frauen und 200 Metern in der U20.

Die zweitplatzierte Mona Maier (LAV Tübingen/Uni Tübingen/7,65) folgte mit großem Abstand. "Ich habe den Wettkampf aus dem Training bestritten. Deshalb haben mich die Zeiten schon überrascht", erklärte die letztjährige U20-WM-Bronzemedaillengewinnerin mit der 4x100 Meter-Staffel.

Vor den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften in Neubrandenburg (14./15. Februar) rangiert die Hessin auf der kurzen Sprintdistanz im nationalen Vergleich zurzeit auf Platz fünf. Eine neue Bestleistung ist das Ziel. "Ich erwarte einen sehr knappen Einlauf", so Lisa Mayer. Die besseren Chancen rechnet sich die 18-Jährige über 200 Meter aus. "Da will ich eine Medaille holen und wenn es optimal läuft unter 24 Sekunden bleiben." Zwei deutschen Nachwuchssprinterinnen ist das in der laufenden Hallensaison bereits gelungen. Als Dritte folgt Lisa Mayer mit 24,32 Sekunden, erzielt bei ihrem hessischen U20-Titel. Im Freien steht ihre schnellste 200 Meter-Zeit seit den U18-Weltmeisterschaften vor zwei Jahren in Donetsk (Ukraine) bei 23,75 Sekunden, gleichbedeutend mit dem hessischen U18-Rekord.


Bestleistung mit der Kugel: Jan Felix Knobel

Einen Doppelsieg im Kugelstoßen landeten der hessische Hallenmeister Mario Labisch (LG Eintracht Frankfurt/TU Darmstadt) und der Architekturstudent Jan Felix Knobel. Nach seiner Siegesweite von 16,87 Meter an gleicher Stelle vor etwas mehr als zwei Wochen beförderte Labisch die 7,26 Kilo schwere Eisenkugel dieses Mal im sechsten und letzten Versuch auf 16,69 Meter. Jan Felix Knobel erzielte im fünften Durchgang 16,42 Meter – eine absolute Bestleistung für den Friedrichsdorfer. Seine davor größte Weite liegt schon etwas länger zurück: 16,06 Meter im Freien aus dem Jahr 2011. In der Halle ist Knobels vorherige Bestleistung von 15,70 Metern sogar noch ein Jahr älter. Dementsprechend zufrieden zeigte sich der Zehnkampf-WM-Achte von 2011. "Meine Trainingsleistungen hatten mir gezeigt, dass ich so weit stoßen kann. Aber Training und Wettkampf sind nunmal zwei verschiedene Paar Schuhe." Unter den Zuschauern waren Knobels ehemalige Trainer Jörg Graf und Bernd Thomas (Wurf). "Es ist schön, dass ich die beiden so überraschen konnte." Am 1. März geht es zum Trainieren in die Wärme Südafrikas, mit einer positiven Grundeinstellung im Gepäck. "Der Sommer kann kommen. Ich bin gesund, fühle mich fit und bin gespannt, wie es weitergehen wird."

Zweimal Gold ging an Gesa Katharina Kratzsch von der LG OVAG Friedberg-Fauerbach, die die ausrichtende Uni Frankfurt vertrat. Im Weitsprung schob sie sich dank 5,89 Metern im fünften Durchgang an der bis dahin führenden Sabine Hoja (SWC Regensburg/Uni Regensburg/5,71) vorbei. Auch Marie-Anna Dunkhase (DSC Oldenburg/Jade Hochschule/5,73) konnte trotz ihrer Tagesbestleistung im letzten Sprung am Sieg von Gesa Kratzsch nichts mehr ändern. Mit Jessica Hesse (TV Gelnhausen) und Mehrkämpferin Christina Kiffe (ASC Darmstadt) kletterte die Friedbergerin auch im Staffelwettbewerb auf die oberste Stufe des Siegerpodests. Bei den Männern siegte das Quartett der TU Darmstadt in der Besetzung Alexander Boelhauve (LG Eintracht Frankfurt), Kevin Lee, Lars Hieronymi und Jens Langer (alle LG OVAG Friedberg-Fauerbach) völlig ungefährdet.


Mit dem Stab über 5 Meter: Fabian Christ

Ein zweite Medaille sammelte auch Christina Kiffe. Im Kugelstoßen holte die Jurastudentin mit ihrer zweitbesten je erzielten Hallenleistung von 13,60 Metern, bei den hessischen Hallenmeisterschaften wurden 13,86 Meter gemessen, hinter der überlegenen Kugelspezialistin Lena Urbaniak (LG Filstal/HS Ansbach/16,20) und Luise Weber (ASV Erfurt/Uni Erfurt/14,16) Bronze. Ebenfalls mit Bronze wurden Nico Sonnenberg (LG Eintracht Frankfurt/SRH Riedlingen) über 1.500 Meter (3:53,50 Minuten) und seine Vereinskollegin Gianina Gartmann (FH des Bundes für Öffentliche Verwaltung) dekoriert, die nach Platz vier im 60 Meter-Sprint (7,77) über 60 Meter Hürden (8,94 Sekunden) noch ihre Medaille hinter den deutlich vorn liegenden Ricarda Lobe (HS Ansbach/8,50) und Kira Weinberg (beide MTG Mannheim/Uni Heidelberg/8,52) gewann. Eine weitere Bronzeplakette nahm Martin Böhm (LSG Goldener Grund Selters/Ts./Uni Mainz) für 8,28 Sekunden über 60 Meter Hürden in Empfang.

Außer Wertung startete Mehrkämpfer Fabian Christ (LG Eintracht Frankfurt). Der U20-WM-Teilnehmer des Vorjahres überquerte im Stabhochsprung im dritten Anlauf 5,00 Meter. Damit bestätigte der 19-Jährige seine knapp ein Jahr alte Hallen-Bestleistung. Im Freien ist Christ schon zwei Zentimeter höher gesprungen.

Zu den Ergebnissen

Tammo Lotz

 


05.02.2015