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Süddeutsche: Acht Titel und 36 Medaillen für hessische Athleten


Christiane Klopsch (Foto: Benjamin Heller)

Der Hessische Leichtathletik-Verband (HLV) kehrte mit 36 Medaillen (8 x Gold/12 x Silber/16 x Bronze) von den Süddeutschen Hallenmeisterschaften der Aktiven und der Altersklasse U18 zurück, verteilt auf 15 Podestplätze bei den Aktiven (3/5/7) und 21 Medaillen in der U18 (5/7/9).


Zwei Wochen vor den Deutschen Hallenmeisterschaften an gleicher Stelle siegte die amtierende Deutsche 400 Meter Hürden-Meisterin Christiane Klopsch (LG OVAG Friedberg-Fauerbach) in der Karlsruher Messehalle 2 über 400 Meter ganz souverän in 54,72 Sekunden. Am ersten Tag hatte sich die Volontärin des Hessischen Rundfunks auf ihre Saisonbestleistung von 54,22 Sekunden verbessert. Ihren Titel kommentierte die 24-Jährige auf ihrer Facebook-Seite mit "Pflicht erfüllt". Eine schnellere Zeit soll bei den nationalen Titelkämpfen folgen. Gegen ebenbürtige Konkurrenz wohlgemerkt. Die Zweitplatzierte an diesem Wochenende folgte mit über eineinhalb Sekunden Abstand. Ihre bisher schnellste 400 Meter-Zeit unter dem Hallendach stellte Christiane Klopsch bei den letztjährigen Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig auf (53,69 Sekunden). Ihre zweite Medaille des Wochenendes gewann Christiane Klopsch mit ihren Staffelkolleginnen Gesa Katharina Kratzsch, Alina Schneider und Denise Knoop über 4x200 Meter (1:45,33 Minuten).

Mit einer neuen Hallenbestleistung von 24,63 Sekunden sprintete Lara Matheis (TSG Gießen-Wieseck) über 200 Meter zum Titel. Im Vergleich dazu waren die Uhren bei ihrem zweiten Platz bei den Hessischen Hallentitelkämpfen in Hanau nach 25,12 Sekunden stehengeblieben.

Zweimal aufs Siegerpodest lief die Hindernisspezialistin Ronja Böhrer (SSC Bad Sooden-Allendorf). Am Sonntagmorgen startete sie mit Bronze über 800 Meter (2:17,77 Minuten). Knapp 90 Minuten später sicherte sich der Schützling von HLV-Landeskadertrainer Georg Lehrer den Titel über 1.500 Meter in 4:38,84 Minuten.

Jeweils Silber für Chantal und Nathalie Buschung

Hinter der Weitsprung-Siegerin Lisa Steinkamp (LAV Stadtwerke Thüringen/6,27 Meter) landete Nathalie Buschung vom Königsteiner Leichtathletikverein mit 6,11 Metern auf dem Silberrang und blieb nur acht Zentimeter hinter ihrer Bestleistung, die sie im Januar in Reykjavik aufgestellt hatte. Hinter der Königsteinerin reihte sich mit Gesa Katharina Kratzsch (LG OVAG Friedberg-Fauerbach) auf Platz drei mit 5,93 Metern eine weitere Hessin ein.

Ebenfalls mit zwei Hessen wurde das Siegerpodest über 60 Meter Hürden bei den Männern besetzt. Sven Medenbach (LSG Goldener Grund Selters/Ts.) holte in 8,23 Sekunden Silber, sein Vereinskamerad Martin Böhm in 8,27 Sekunden Bronze.

Mit zweimal Bronze trat Langsprinter Steffen Schattner von der LG OVAG Friedberg-Fauerbach die Heimreise an, und zwar über 400 Meter in 49,51 Sekunden und zusammen mit Tobias und Florian Daum sowie Lars Hieronymi über 4x200 Meter (1:31,75 Minuten).

Mit drei Sprüngen verbesserte sich Chantal Buschung (Königsteiner Leichtathletikverein/12,13 Meter) im sechsten und letzten Versuch noch vom fünften auf den zweiten Platz. Es war ihr erstes 12 Meter-Resultat in der laufenden Hallensaison.

Weitere Silbermedaillen verzeichneten die 3x1.000 Meter-Staffel der LG VfL/SSG Bensheim in der Besetzung Marko Arthofer, Ruben Zillig und Alexander Boelhauve (7:40,96 Minuten) und das 4x200 Meter Frauen-Quartett der LG Eintracht Frankfurt mit Gianina Gartmann, Pauline Zimny, Leandra Staffa und Julia Scheu (1:45,04).

Bronze gewannen zudem 3.000 Meter-Läuferin Kerstin Stephan (LC Olympia Wiesbaden/9:58,86) und Stabhochspringerin Arleen Schüßler (SSC Bad Sooden-Allendorf/3,80 Meter).

U18: Lisa Tertsch läuft über 1.500 Meter an die deutsche Spitze

Bei den Hessischen U18-Hallenmeisterschaften in Hanau hatte Lisa Oed vom SSC Hanau-Rodenbach im Schlussspurt gegenüber Lisa Tertsch (ASC Darmstadt) noch die besseren Karten gehabt. In Karlsruhe ließ es die Darmstädterin, deren Priorität im Triathlon liegt, erst gar nicht zu einer Spurtentscheidung kommen. Mit einem beherzten Alleingang setzte sie sich schnell vom Rest des Feldes ab und lief in 4:35,53 Minuten an die deutsche Spitze. Keine andere deutsche U18-Läuferin ist in der laufenden Hallensaison über 1.500 Meter bisher flotter gewesen.

Lisa Oed (4:45,81) und Gina-Marielle Schürg (LG OVAG Friedberg-Fauerbach/4:47,22) machten den hessischen Dreifachtriumph über 1.500 Meter perfekt. Beide Läuferinnen vergaben aber aufgrund taktischer Unaufmerksamkeiten in der Anfangsphase des Rennens deutlich schnellere Zeiten, so der HLV-Landestrainer Lauf, Michael Siegel.


Laura Sewing (Foto: Helmut Schaake)

Gold und Silber für Lesch-Tochter Laura Sewing

Gold und Silber lautete die Ausbeute von Laura Sewing vom TSV Kirchhain. Am ersten Tag verbesserte sich die Tochter der früheren deutschen 800 Meter-Spitzenläuferin Gabi Lesch (u.a. Deutsche Meisterin 1988-90) über 200 Meter auf 25,15 Sekunden. Damit liegt sie im deutschlandweiten Vergleich ihrer Altersklasse in diesem Winter auf Rang sieben. Schnellste über die Hallenrunde war Deutschands Jahrgangsbeste in dieser Disziplin, Corinna Schwab (TV Amberg/24,78).

Am Sonntag verbesserte sich Laura Sewing über 60 Meter Hürden auf den fünften Platz der nationalen U18-Hallenbestenliste und holte noch "ihre" Goldmedaille. In 8,69 Sekunde lag sie im Ziel einen Wimpernschlag vor der zweitplatzierten Elisa Lechleitner (LAZ Salamander Kornwestheim-Ludwigsburg/8,70). Die zweite hessische Medaille in diesem Wettbewerb gewann Miriam Sinning (LG Eintracht Frankfurt) als Dritte (8,73).

Auf zwei Einzelmedaillen kam auch Severin Zentgraf vom TV Flieden. Mit der in dieser Saison sechstbesten deutschen Leistung über 60 Meter Hürden holte er sich in 8,19 Sekunden Silber. 4,30 Meter im Stabhochsprung wurden mit Bronze belohnt.

Gold und Bronze gewannen die hessischen Weitspringerinnen. Sharin Oziegbe (SSC Vellmar) sprang mit 5,69 Metern im sechsten und letzten Versuch (davor 5,55) noch an die Spitze. Nach fünf Sprüngen hatte noch Jaqueline Sterk (SWC Regensburg/5,60) in Führung gelegen. Elena Kelety vom Königsteiner Leichtathletikverein holte sich im Abschlussdurchgang mit ihrer Tagesbestweite von 5,59 Metern ihren dritten Rang zurück, den für kurze Zeit Jule Eissler (LG Steinlach/5,53) innegehabt hatte.

Noch einen Deut schneller als bei den Hessischen U18-Meisterschaften war 60 Meter-Sprinter Lukas Sandmann (Wiesbadener LV). Im Finale verbesserte sich der Schützling von Trainer David Corell gegenüber der Zeit von Hanau um eine Hundertstelsekunde auf 7,07 Sekunden und holte hinter dem souveränen Sieger Milo Skupin-Alfa (LG Offenburg/6,94) die Silbermedaille.


Jennifer Zuban: Noch W15 und 2. in der U18 über 60 Meter (Foto: Benjamin Heller)

4x200 Meter-Quartett aus Königstein mit zweitbester deutscher Zeit

Jennifer Zuban (TSV Remsfeld/7,75) und Marshella Foreshaw (Königsteiner Leichtathletikverein/7,88), beide noch in der Altersklasse W15, beeindruckten als Zweite und Dritte über 60 Meter. Zusammen mit Penelope Penndorf, Alina Kunz und der Weitsprung-Dritten Elena Kelety bestieg Marshella Foreshow zudem über 4x200 Meter noch das oberste Siegerpodest (1:42,12 Minuten). Mit dieser Leistung klettert die U18-Staffel aus dem Hochtaunuskreis in der nationalen Hallenbestenliste auf den zweiten Platz.

Hochspringerin Mona Gottschämmer (TV 1861 Neu-Isenburg) nahm bis 1,76 Meter als einzige Teilnehmerin alle Höhen im ersten Anlauf. Dann war der Wettkampf für die zweifache hessische Hallenmeisterin (U18 und U20) beendet und sie erlebte die Sprünge von Siegerin Lisa Maihöfer (LG Staufen) und Leonie Reuter (TV Rheinzabern), die beide 1,82 Meter überfloppten und die Hessin an der Spitze der nationalen U18-Hallenbestenliste ablösten, als Zuschauerin.

Über 800 Meter liefen mit dem Zweiten Niklas Harsy (LAZ Gießen/1:59,27 Minuten) und direkt dahinter Oskar Schwarzer (TV Groß-Gerau/1:59,43) zwei Hessen in die Medaillenränge. Schwarzer ist auch im nächsten Jahr noch in der U18 startberechtigt. Maike Nehring (TV Groß-Gerau/2:20,58) war als Zweite noch für eine weitere hessische 800 Meter-Medaille verantwortlich.

Dreimal Bronze ging an den Disziplinblock Sprung: den Hochspringer Julius Graf (LAZ Gießen/1,87 Meter), den Weitspringer Lennart Genz (TSV Eintracht Stadtallendorf/6,64) sowie den Dreispringer Marc Ludwig (TuS Kelsterbach/13,07 Meter).

Zu den Ergebnissen

Tammo Lotz

 


10.02.2015