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Hallen-EM, Tag 2: Achkinadze und Krause scheitern früh

Am zweiten Wettkampftag der Hallen-EM in Prag (bis 8. März) blieben Weitspringerin Xenia Achkinadze (Wiesbadener LV) und 3.000 Meter-Läuferin Gesa-Felicitas Krause (Eintracht Frankfurt) unter ihren Möglichkeiten und schieden in den Vorkämpfen aus. Die Wiesbadenerin steigerte sich zwar im dritten und letzten Versuch auf 6,29 Meter (nach 6,09 Metern zu Beginn und einem ungültigen zweiten Sprung), doch Platz 14 im Feld der 22 Starterinnen war zu wenig, um das Finale der besten Acht zu erreichen. „Damit kann ich nicht zufrieden sein. Bei der Landung habe ich verschenkt“, bilanzierte die 26 Jahre alte Polizistin danach auf dem Fachportal leichtathletik.de. Besser als der Hallen-DM-Zweiten erging es ihren Mannschaftskolleginnen Sosthene Moguenara (Wattenscheid/6,72) als Zweiten des Vorkampfes sowie Melanie Bauschke (Berlin/6,53), die als Achte Maßarbeit leistete.

Das hatte sich Gesa-Felicitas Krause anders vorgestellt. Statt wie erhofft ins 3.000 Meter-Finale einzuziehen, stand bereits früh fest, dass es für die Frankfurter Hindernisspezialistin keinen zweiten Auftritt in der O2 Arena geben würde. Nach 9:11,01 Minuten beendete die deutsche Meisterin, die mit einer Bestzeit von 9:00,25 Minuten angereist war, den ersten Vorlauf als Neunte. Da sich aus dem zweiten Vorlauf die ersten vier Läuferinnen ganz sicher fürs Finale der besten Zwölf qualifizieren würden, war das Vorlauf-Aus für die 22-Jährige besiegelt. Ihr Ausscheiden kommentierte der Schützling von Trainer Wolfgang Heinig mit einer Mischung aus Enttäuschung und Ratlosigkeit: „Das ist nicht das, was ich kann. Es fällt mir schwer es an irgendwas festzumachen.“ Auch die schnellste Deutsche in dieser Hallensaison, Maren Kock (Regensburg/8:57,87), schied aus. Ihre Zeit: 9:20,79 Minuten. Im Gesamtklassement der 19 Teilnehmerinnen tauchten die Deutschen auf den Rängen 14 (Krause) und 17 (Kock) auf.

Mehrkämpferin Carolin Schäfer (TV Friedrichstein), die im Vorfeld der Titelkämpfe ihren Lebenspartner durch einen tragischen Unfall verloren, sich aber trotzdem für einen Start im Fünfkampf in Prag entschieden hatte, trat zum abschließenden 800 Meter-Lauf wegen Wadenproblemen nicht mehr an. Nach vier Disziplinen lag die Siebenkampf-EM-Vierte von Zürich mit 3.547 Punkten auf dem zwölften Platz. Zum Auftakt über 60 Meter Hürden verfehlte sie in 8,50 Sekunden ihre Bestleistung nur um drei Hundertstel. Danach floppte sie im Hochsprung im dritten Versuch über 1,77 Meter, drei Zentimeter unter Hallen-Bestleistung. Die Kugel wuchtete die Nordhessin auf 13,41 Meter und verfehlte ihre Freiluft-Bestleistung aus dem Jahr 2012 nur um neun Zentimeter. Im Weitsprung gingen 5,95 Meter in die Statistik ein.

Gold gewann die Britin Katarina Johnson-Thompson mit 5.000 Punkten, neuem Hallen-EM-Rekord und der zweitbesten je erzielten Punktzahl hinter der ukrainischen Weltrekordhalterin Nataliya Dobrynska (5.013/2012). Im Weitsprung gelang der Siegerin zudem mit 6,89 Metern der weiteste Satz innerhalb eines Fünfkampfes überhaupt. Zum Weltrekord fehlte ihr über 800 Meter (2:12,78) knapp eine Sekunde. Ausbaufähig sind die 12,32 Meter im Kugelstoßen.

Am Samstag greift der letzte für einen hessischen Verein startende Athlet ins Geschehen ein. Der neue deutsche Hallenrekordler über 1.500 Meter, Homiyu Tesfaye (Eintracht Frankfurt/3:34,13), startet um 11:50 Uhr gleich im ersten von vier Vorläufen. Um sicher ins Finale am Sonntag um 16:30 Uhr einzuziehen, werden vom gebürtigen Äthiopier Platz eins oder zwei gefordert. Der neunte Finalteilnehmer kommt über die Zeit weiter. (tam)

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06.03.2015