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Fünf HLV-Sprinter sollen zur U20-EM


Die HLV-Trainer Robert Schieferer und Georg Schmidt (Fotos: HLV und Peter Schulte)

Rückblick, Ausblick und Erfahrungsaustausch – das waren die Inhalte des Blockgesprächs Sprint des Hessischen Leichtathletik-Verbandes (HLV) in Wehrheim. Im Fokus stand dabei der Nachwuchs. Und der zeigte sich im vergangenen Jahr bei den internationalen Saisonhöhepunkten in Eugene (U20-WM) und Nanjing (Olympische Jugendspiele) erfreulich präsent. Ganz besonders Lisa Mayer (Langgöns/Oberkleen), die zu WM-Bronze mit der Staffel sprintete und vor wenigen Wochen Gold und Silber bei den deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften gewann. Auch Steffen Schattner (Darmstadt) und Constantin Schmidt (Obertshausen) schnupperten U20-WM-Luft, 400 Meter Hürden-Läuferin Eileen Demes (Neu-Isenburg) stürzte in China auf dem Weg zu einer möglichen Medaille und wurde Achte. Diese Bilanz will der HLV im Sommer bei der U20-EM sogar steigern. Zu fünft soll der Block Sprint im schwedischen Eskilstuna (16. bis 19. Juli) auftreten. Tragende Rollen traut der Verband dabei neben Lisa Mayer, Eileen Demes und Schmidt auch einem gesunden Simon Schütz (Wiesbaden) und dem Viertelmeiler Aleksi Rösler (Schlüchtern) zu.

Intensiv wurde die Zusammenarbeit zwischen Heim- und HLV-Kadertrainern diskutiert. Die Heimtrainer, die in Wehrheim unter anderem durch Rainer Finkernagel (Trainer von Lisa Mayer), Brigitte Auth, Martin Rumpf, Jörg Huppers (Trainer des Weitsprung-Jugend-Hallenmeisters Gianluca Puglisi) und Petra Schenten (Schwester der schnellsten hessischen Jugendlichen über 200 Meter, Dagmar Schenten) vertreten wurden, wünschen sich „eine Kommunikation auf Augenhöhe“, die Kadertrainer eine „Optimierung des individuellen Umfelds“ als Basis von Leistungsentwicklung und -steigerung.


Eileen Demes (Foto: Benjamin Heller)

Die HLV-Kadertrainer Robert Schieferer und Georg Schmidt beleuchteten in ihren Vorträgen die Themen Athletik- und Stabilisationstraining und stellten alternative Dehnübungen vor. Kontrovers wurde das Themenfeld Wettkampfvorbereitung diskutiert. Den mutigsten Ansatz lieferte Jörg Huppers, der am Beispiel eines seiner Athleten skizzierte, dass es durchaus erfolgreich sein kann, "in der letzten Woche vor dem Hauptwettkampf fast gar nichts mehr zu trainieren".

Einigkeit herrschte unter den Trainern, dass am Abend vor einem Hauptwettkampf keine umfangreiche Trainingseinheit mehr erfolgen sollte. Wesentlich leistungsförderlicher sei ein strukturiertes Auslaufen mit kurzen Koordinations- oder Dehnübungen. In der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung sollte alles auf die „konkreten Anforderungen des Wettkampfprofils“ ausgerichtet sein. Zu viele Sprints und Hürdenüberquerungen seien kontraproduktiv. Viel wichtiger sei, dass der Athlet "heiß ist", wenn er in den Callroom geht.

Das nächste Blockgespräch Sprint soll am 1. November stattfinden.

Robert Schieferer / Tammo Lotz

 


22.03.2015