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Koblenz: Tinka Uphoff und Kerstin Stephan lösen DM-Tickets mit Bestzeiten


Lukas Abele (vorne rechts) bei seinem Rennen in Koblenz, im Hintergrund Niklas Harsy (166) (Fotos: Helmut Schaake)

Der große internationale Glanz ist in Koblenz längst verblasst. Weltrekorde wie die des Briten Steve Ovett oder des US-Amerikaners Ed Moses sind über 30 Jahre her, das Internationale Abendsportfest erlebte 1992 sein letztes Hurra. Das „Mini Internationale“ hält sich seit 1983, ist zum festen Termin für die aufstrebende deutsche Mittel- und Langstreckengarde geworden. Für das Prädikat „international“ sorgen in der Regel ein paar Schweizer und Luxemburger Teilnehmer. Die Rahmenbedingungen für flotte Zeiten stimmen im Stadion Oberwerth. Alternativen in Deutschland: praktisch Fehlanzeige. Auch viele Hessen erzielen unweit des Deutschen Ecks ihre schnellsten Zeiten des Jahres, vornehmlich über 5.000 Meter.


Knapp vier Wochen nach ihrer Marathon-Bestzeit (2:43:50 Stunden) lief Tinka Uphoff (Spiridon Frankfurt) auch über 5.000 Meter in 16:47,31 Minuten so schnell wie noch nie und auf Rang 13. Dabei wollte die 32-Jährige nur die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften in Nürnberg (24. bis 26. Juli) abhaken. Auch für die hessische Meisterin Kerstin Stephan (LC Olympia Wiesbaden) stellten die 17:18 Minuten keine Hürde dar. Drei Plätze hinter Tinka Uphoff und nach einer beachtlichen Steigerung um knapp 13 Sekunden auf 17:00,61 Minuten stand fest: Nürnberg kann für die Wiesbadenerin kommen. Ebenfalls erfreulich: die Zeiten von Kerstin Pletzer (17:27,99) und der Hessenmeisterschafts-Dritten Katharina Rach (17:29,34), beide im Trikot von Blau-Gelb Marburg unterwegs.

Bei den Männern unterbot der offiziell erst 20 Jahre alte Äthiopier Gutu Abdeta Odde (LG Eintracht Frankfurt) erstmals die 15 Minuten (14:50,97), genauso wie Hessenmeister Matthias Berg (LC Eschenburg), der sich auf 14:54,11 Minuten verbesserte.


Christopher Wenzel vom LAZ Gießen

Geschlossenheit über 800 Meter demonstrierten Benjamin Becker (TV Waldstraße Wiesbaden), Lukas Abele (SSC Hanau-Rodenbach) und Niklas Harsy (LAZ Gießen). Alle drei siegten in ihren Altersklassen mit neuen Bestzeiten. Becker, im Winter bereits bei den hessischen Hallenmeisterschaften im Spurt erfolgreich, gewann bei den Männern in 1:53,62 Minuten. Abele folgte als Schnellster in der U20 (1:53,80), Harsy lag in der U18 vorne (1:54,51). Auf den Rängen zwei und drei im Männerfeld liefen Philipp Licht (Wiesbadener LV/1:55,05) und Christopher Wenzel (LAZ Gießen/1:55,82) ein. Tom Gebel (HTG Bad Homburg/2:02,96) wurde Dritter in der U18.

Einen hessischen Dreifach-Erfolg über 1.500 Meter gab es in der männlichen U18. Mohamed Bassou (TV Waldstraße Wiesbaden), der hessische Meister über 3.000 Meter, siegte in 4:08,15 Minuten klar vor einem weiteren Wiesbadener, Theo Dreßler (Wiesbadener LV/4:10,60). Dritter wurde Joshua Becker (LG Eintracht Frankfurt/4:10,85). Die schnellsten Hessen über die dreidreiviertel Runden waren freilich Julian Pfeiffer (Wiesbadener LV/3:57,33) als Vierter bei den Männern und sein Vereinskollege John Grandpierre (4:00,97) auf Rang drei in der U20.


Tinka Uphoff lief in Koblenz eine neue persönliche Bestzeit

Altersklassensiege erzielten Lorena Keil (TV Rendel/4:44,63) in der U20 sowie Franziska Althaus (TV Waldstraße Wiesbaden/4:45,23), die in der U18 vorne lag. Noch etwas schneller waren die Waldstraßen-Läuferinnen Anne Hegewald (4:43,18) und Julia Pieper (4:43,85) auf den Rängen vier und fünf in der Frauen-Hauptklasse. Franziska Bock (4:56,46), ebenfalls im Waldstraße-Trikot, wurde Dritte in der U18. Den gleichen Platz in der U20 belegte Antonia Schermuly (LC Mengerskirchen/4:57,88).

Über 800 Meter der weiblichen Jugend (bis W15) war Lara Tortell (TV Rendel/W14) in 2:27,84 Minuten die Schnellste. Zwei Sekunden dahinter folgte als Dritte im Gesamtfeld Johanna Schneider (TV Waldstraße Wiesbaden/2:29,84), die ebenfalls noch der W14 angehört.

Zu den Ergebnissen

Tammo Lotz

 


28.05.2015