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Liu Tingting und Chris Bennett siegen in Fränkisch-Crumbach – Starker Hessen-Nachwuchs


(v. l.) Carolin Paesler, Liu Tingting, Jennifer Dahlgren (Fotos: Arndt Götze)

Der Schotte Chris Bennett legte beim 13. Internationalen Sparkassen Hammerwurf-Meeting in Fränkisch-Crumbach (Odenwaldkreis) vor 600 Zuschauern gleich im ersten Versuch die Tagesbestweite in den Rasen - und blieb mit 74,42 Metern nur 35 Zentimeter unter seiner persönlichen Bestleistung. Zwei weitere Würfe auf 73,80 und 73,71 Meter unterstreichen seine zurzeit sehr gute Verfassung. Nach insgesamt acht Siegen von Markus Esser (Bayer Leverkusen) und vieren von Sergey Litvinov (Weißrussland) ist Bennett der dritte Sieger in Fränkisch-Crumbach und erster Gewinner des Lotto Hessen-Cups.

Zweiter wurde sein Landsmann Mark Dry, dessen Hammer bei 73,16 Meter landete; Dritter der Deutsch-Amerikaner Garland Porter (LG Eintracht Frankfurt), der mit 72,99 Metern seinen persönlichen Rekord einstellte. „Die Umstellung vom Training in den USA zum Trainingssystem in Deutschland fruchtet langsam. Nach einem Jahr der Auf und Abs merke ich, dass ich in meiner Leistung stabiler werde und sich so langsam die ersten Erfolge einstellen“, meinte Porter. Als Zwölfter warf Porters Vereinskollege Sebastian Lenz (64,16) recht nah an seinen persönlichen Rekord aus dem Vorjahr (65,03) heran.

Der achtmalige Meeting-Sieger Esser wurde Vierter mit 72,61 Metern, und die neue Saisonbestleistung bringt ihm Zuversicht: „Die Weite ist in Ordnung. Ich habe Trainingswürfe, die deutlich weiter sind, aber mir fehlt einfach die Konstanz, diese Leistungen auch in Wettkämpfen zu beweisen. Ich brauche noch einige kleinere Wettkämpfe, denn die 77,00 Meter sind das Ziel. Ich möchte nach Peking“, sagte der Leverkusener.


Garland Porter warf eine neue Bestleistung

Auch in der Frauen-Konkurrenz gab es Veränderungen in der Siegerliste: In Abwesenheit der zehnmaligen Seriensiegerin Betty Heidler (LG Eintracht Frankfurt) nahm die Chinesin Liu Tingting die Glückwünsche für den Sieg entgegen. Mit 69,97 Metern landete sie in Endabrechnung vor Jennifer Dahlgren (Argentinien/69,07 Meter) und Carolin Paesler (LG Eintracht Frankfurt/67,54 Meter). „Das ist mein Streichwettkampf“, sagte Carolin Paesler. “Ich bin nicht zufrieden. Von Anfang an war ich nicht im Wettkampf. Ich weiß nicht genau, was los war, aber der Kopf spielte nicht mit. Form und Training stimmen, deswegen heißt für mich das Ziel weiterhin klar Peking und damit 71,50 Meter.“

Deutlich zufriedener dürfte Charlene Woitha vom SCC Berlin sein. Mit 68,05 Metern gewann sie nicht nur den U23-Wettbewerb, sie verbesserte auch ihre persönliche Bestleistung und untermauerte ihren siebten Platz in der europäischen Jahresbestenliste. Für die zielstrebige Berlinerin ist das nicht das Ende Fahnenstange: „Der Wettkampf war okay für mich, aber ich will dieses Jahr 70 Meter werfen. Die 68 Meter sind ein Schritt nach vorne, aber ich werde mich nicht darauf ausruhen. Ich möchte in Tallinn eine Medaille gewinnen und dafür muss ich weiter arbeiten.“

Simon Lang (LG Stadtwerke München) wusste nicht so recht, ob er sich freuen oder ärgern soll. Mit 69,35 Metern belegt er den zweiten Rang in der U23 hinter dem Weißrussen Yury Vasilchanka (71,74 Meter) - 79 Zentimeter jenseits seiner persönlichen Bestleistung, aber auch 65 Zentimeter unterhalb der Norm für die U23-EM in Tallinn (Estland). „Die Weite ist zwar ein guter Schritt nach vorne, aber eben nicht die Norm. ich habe leider nur noch wenige Möglichkeiten, mich für Tallinn zu qualifizieren“, grübelte der Münchner. Stefan Dietl (Eintracht Frankfurt) konsolidierte seine Bestleistung von Niederselters (60,99) mit einem Wurf auf 59,65 Meter und wurde Achter.


Konstantin Steinfurth wirft derzeit konstant über 60 Meter

Der hessische Hammerwurf-Nachwuchs sendete einige beachtliche Signale aus dem Odenwald. So setzte Konstantin Steinfurth (LG Eppstein-Kelkheim) seine Serie von 60 Meter-Würfen fort und belegte mit der neuen persönlichen Bestleistung von 61,07 Metern (davor: 60,83) Rang vier in der U20. Sebastian Arnold (TuS Weilmünster) steigerte sich in der U18 gar um über fünf Meter auf 58,87 Meter: Platz sechs. Ein ähnlicher Sprung gelang Arnolds Vereinkameradin Laura Siegel in der U16; mit 46,71 Metern gemeldet, erzielte als Zweite in der U16 51,29 Meter. In der weiblichen U20 nahmen Sophie Gounoué (Eintracht Frankfurt/51,41) und Isabel Weitzel (ESV Jahn Treysa) mit Bestleistung (51,32) die Plätze fünf und sechs ein. Die deutsche U18-Winterwurf-DM-Zweite Katharina Zeisler (LG Seligenstadt) verbesserte sich im Vergleich zu den Halleschen Werfertagen (57,38) um über einen Meter auf 58,58 Meter. Weiter flog der 3-Kilo-Hammer nur bei Jessyka Schneider (TV Hindelang/60,53) und Lia Heise (Einbecker SV/60,22). Anika Jürß (TG Unterliederbach) wurde mit neuem persönlichen Rekord (52,33/davor: 50,43) Zehnte.

Im Diskuswurf der Frauen landeten Sabine Rumpf (LSG Goldener Grund/56,98) und ihre Vereinskollegin Julia Bremser (53,36) auf den Rängen vier und sechs.

Arndt Götze / Tammo Lotz

 


25.05.2015