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Schäfer, Rath und Schrader auf WM-Kurs


Carolin Schäfer, Trainer Jürgen Sammert, Claudia Rath (Foto: IRIS)

Ganz starke Auftritte der hessischen Siebenkämpferinnen Carolin Schäfer (TV Friedrichstein) und Claudia Rath (LG Eintracht Frankfurt) beim traditionellen Mehrkampf-Meeting im österreichischen Götzis: Die 23-jährige Schäfer erreichte mit neuer persönlicher Bestleistung von 6.547 Punkten den zweiten Platz hinter Brianne Theisen-Eaton (Kanada/6.808 Punkte), die 29-jährige Rath verpasste mit 6.458 Punkten ihren Hausrekord um lediglich vier Zähler. Beide Hessinnen blieben deutlich über der WM-Norm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (6.150 Punkte). Dass beim Meeting in Ratingen (27./28. Juni) andere deutsche Siebenkämpferinnen das Duo Schäfer/Rath noch um die WM-Tickets bringen könnten, ist ein allzu utopischer Gedanke.

Eine sehr gute Ausgangsposition für die WM in Peking (22. bis 30. August) verschaffte sich am vergangenen Wochenende auch Michael Schrader (SC Hessen Dreieich) mit seinem zweiten Platz im Zehnkampf (8.415 Punkte) hinter Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied/8.462). Rico Freimuth (SV Halle/8.380 Punkte) wurde Vierter. Pascal Behrenbruch (LG Eintracht Frankfurt) und Jan Felix Knobel (Königsteiner LV) waren im Möse-Stadion nicht am Start.

„Wahnsinn, mir fehlen die Worte. Es lief fast wie von alleine“, sagte die EM-Vierte Schäfer. Nur zu Beginn geriet sie über 100 Meter Hürden ins Straucheln und stürzte beinahe (13,58 Sekunden), anschließend lief alles glatt. Mit 1,83 Meter im Hochsprung, 14,06 Meter mit der Kugel und 23,53 Sekunden über 200 Meter. 6,23 Meter im Weitsprung, 49,08 Meter im Speerwerfen sowie 2:14,10 Minuten über 800 Meter machten den Wettkampf perfekt. In der Summe bedeutete dies 152 Punkte über ihrem Hausrekord.


Michael Schrader (Foto: IRIS)

Den verfehlte Rath ganz knapp. Sie begann mit 13,56 Sekunden über 100 Meter Hürden, sprang 1,80 Meter hoch, leistete sich im Kugelstoßen mit 12,42 Meter einen Durchhänger, war aber zum Abschluss des ersten Tages mit einer persönlichen Bestzeit über 200 Meter (23,92 Sekunden) wieder obenauf. Wie auch zu Beginn des zweiten Wettkampftages mit einem Hausrekord im Weitsprung (6,73 Meter), es folgten solide 41,92 Meter im Speerwurf sowie glänzende 2:09,24 Minuten über 800 Meter.

„Mit dem Gesamtergebnis bin ich zufrieden, mit den Einzelleistungen bis auf 100, 400 und 1.500 Meter gar nicht“, bilanzierte Schrader im Fachportal leichtathletik.de nach fast zweijähriger Zehnkampf-Wettkampfpause. Der 27-Järige hofft, im Laufe der WM-Saison „noch ein paar hundert Punkte draufzupacken“. Immerhin: „Momentan tut mir nichts weh“. Der Götzis-Gewinner von 2009 spielte beim Comeback seine Stärken über 100 Meter (10,68 Sekunden), 400 Meter (48,21 Sekunden) und 1.500 Meter (4:22,87 Minuten) aus. Weniger gut lief es für den WM-Zweiten im Hochsprung (1,94 Meter) sowie im Diskuswurf (42,11 Meter).

Uwe Martin

 


01.06.2015