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Mehr als 100 Kampfrichter und Helfer stemmen die U23-DM in Wetzlar


Rolf-Achim Dörr und HLV-Vizepräsident Klaus Schuder (Foto: Dirk Wagner)

Rolf-Achim Dörr hatte in den vergangenen Wochen mal wieder gut zu tun. Der Rentner ist im Hessischen Leichtathletik-Verband (HLV) als Kampfrichterwart zuständig, und im Vorlauf der U23-DM in Wetzlar gab es für den 75-Jährigen in seiner Funktion als Einsatzleiter einiges zu organisieren. Mittlerweile ist sein Team natürlich längst komplett. Zwei Tage im Einsatz sind 75 Kampfrichter (überwiegend aus der Region Mittelhessen), 30 Helfer (vornehmlich aus dem Kreis Wetzlar), vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) vorgegebene Schiedsrichter (meistens sogenannte Nationale Technische Offizielle) - sie stammen aus dem gesamten Bundesgebiet -, fünf Schiedsrichter gehören zum Landesverband Hessen und sind für die Bereiche Diskus-/Hammerwurf, Stabhochsprung , Weitsprung, Bahn und Callroom zuständig. In der Summe sind also mehr als 100 Personen aktiv, mehr als doppelt so viele wie bei Landesmeisterschaften. „Die Akquisition hat im Januar begonnen, wenige Wochen später habe ich nachgehakt, wer noch bereit ist zu helfen“, erzählt Dörr. „Doch da hatte ich schon fast alle Kampfrichter bekommen, die ich brauchte.“ Nur wenige fehlten - sie rückten aus den angrenzenden Kreisen nach.

Dass es im Kampfrichterwesen, nicht nur in Hessen, Nachwuchssorgen gibt, ist kein Geheimnis; doch das Interesse für das Wochenende 13./14. Juni war aus gutem Grund sehr groß. „Für die örtlichen Kampfrichter ist eine DM zumeist der Höhepunkt ihrer Karriere. Deshalb war es einfacher als bei Regional- oder Landesmeisterschaften, Leute zu finden“, sagt Dörr.

Für das Team gab es im März/April in Wetzlar zwei spezielle Schulungen mit Blickrichtung U23-DM. Entlohnt werden Kampfrichter und Helfer mit den üblichen Aufwandsentschädigungen: Kampfrichter erhalten zwölf Euro am Tag, Helfer sechs Euro, bei den Kampfrichtern werden zudem Fahrtkosten erstattet. Reich wird man damit nicht, der Einsatz ist im besten Sinne ehrenamtlich. Wie gut das Team von Dörr gearbeitet hat, wird zum Abschluss von einer drei Personen umfassenden DLV-Jury bewertet.

Uwe Martin

 


09.06.2015