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Antje Krause gewinnt DM-Titel im 24-Stunden-Lauf


Antje Krause mit der traditionellen Siegerflagge (Fotos: Heiko Krause)

Antje Krause vom Ultra Sport Club Marburg ist zum vierten Mal deutsche Meisterin im 24-Stunden-Lauf geworden. Bei den Titelkämpfen im sächsischen Reichenbach siegte sie mit hervorragenden 223,5 Kilometern. Für die Marburgerin war es zudem der dritte Titel hintereinander. Am Ende hatte sie mehr als 23 Kilometer Vorsprung auf die zweitplatzierte Grit Seidel (LG Nord Berlin/200,1). Platz drei ging an Marika Heinlein (1. FV Geesdorf/195,4). Nur vier Männer lagen vor Antje Krause. 157 Läuferinnen und Läufern waren für die von der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung (DUV) ausgetragenen Meisterschaften ins Rennen gegangen, so viele wie noch nie.


Auf der nur etwa 1,2 Kilometer langen Runde mit wenigen kleinen Anstiegen ließ sich die als Mitfavoritin angetretene Marburgerin weder von der schwülen Luft noch einigen Regenschauern aus dem Konzept bringen. Mindestens 215 Kilometer sowie die Titelverteidigung waren anvisiert. Bei 100 Kilometern nach 9:35 Stunden war Antje Krause sogar etwas schneller als geplant, nach zwölf Stunden hatte sie etwa 123 Kilometer bewältigt. „Bis zur 16. Stunde etwa war ich noch gut auf Kurs, dann ging es leider nicht mehr so gut weiter“, erzählte die 43-Jährige nach dem Rennen. Die heftigen Schauer erforderten häufige Kleiderwechsel, „Jacke an, Jacke aus“, waren die Folge.


Antje Krause umrahmt von Grit Seidel (l.; 2.) und Marika Heinlein (r.; 3.)

Die Nacht ist immer die entscheidende Phase bei einem 24-Stundenlauf. Wer bis dahin führt und wer hinten liegt, sagt noch nicht viel aus. Antje Krause aber hatte das Rennen von Beginn an angeführt und bis zu ihrer schwierigsten Phase zwischen der 18. und der 21. Stunde bereits fast 20 Kilometer Vorsprung herausgelaufen. „Der Kreislauf sackte immer wieder ab, ich hatte das Gefühl mich nicht mehr fortbewegen zu können, nicht einmal gehend. Hinzu kam dass mein Magen irgendwas nicht mehr vertrug“, berichtete sie.

Aber Antje Krause kämpfte und hielt den Vorsprung. An den 220 Kilometern, der Grenze für eine A-Kader-Nominierung durch den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV), orientierte sich die Hessin. „Das wollte ich unbedingt und dafür bin ich die letzten Stunden noch gelaufen, konnte sogar das Tempo wieder erhöhen.“

Die 223,5 Kilometer sind die zweitbeste Leistung, die Antje Krause je in dieser Disziplin erzielen konnte. Vor vier Jahren, ebenfalls in Reichenbach, legte die Marburgerin 228,49 Kilometer zurück.

Zu den Ergebnissen

Heiko Krause

 


02.07.2015