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EYOF: Doch Bronze für Miriam Sinning


Miriam Sinning mit Medaille (Foto: privat)

Das Zielfotoauswertungs-Tohuwabohu rund um das 100-Meter-Hürden-Finale beim Europäischen Olympischen Jugendfestival (EYOF) hat für Miriam Sinning von der LG Eintracht Frankfurt doch ein glückliches Ende genommen. Zunächst war die 16-Jährige zeitgleich mit der Vorlaufschnellsten Nika Glojnaric aus Slowenien auf den vierten Platz gesetzt worden, beide Läuferinnen wurden mit 13,84 Sekunden gestoppt. Dann ließ sich DLV-U18-Bundestrainer Jörg Peter das Zielfoto zeigen, mit dem nicht zweifelsfrei festgestellt werden konnte, dass die Frankfurterin tatsächlich hinter der Konkurrentin aus Slowenin liegt. Zudem fehlte im Innenraum eine zweite Kamera für eine weitere „Beweisaufnahme“.

„Der Oberkampfrichter aus Großbritannien hat sportlich fair entschieden, dass es zwei dritte Plätze gibt“, sagte Peter dem Internet-Fachportal leichtathletik.de. Ein Protest sei nicht nötig gewesen. Die Goldmedaille holte sich die Russin Kristina Kleshcheva, Silber gewann Paula Sprudzane aus Lettland - beide wurden in 13,75 Sekunden gestoppt. „Ich wollte auf keinen Fall Vierte werden. Als das nach dem langen Warten auf der Anzeigetafel stand und dann auch noch zeitgleich mit der Dritten, wollte ich einfach nur noch runter von der Bahn“, wird Miriam Sinning auf leichtathletik.de zitiert. „Mein Start war nicht so gut, dann bin ich wieder gut reingekommen, habe mich dann aber leider selbst getreten. Die Tränen gehen jetzt nahtlos in Freudentränen über. Ich bin überglücklich, eine Medaille gewonnen zu haben. Nach der Geschichte ist die Freude noch größer." Die Bestzeit der Frankfurterin steht seit Ende Mai bei 13,75 Sekunden. tin.

 


01.08.2015