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DM Block: Bornhofen gewinnt M15-Titel im Sprint


Felix Bornhofen: 1,88 m im Hochsprung (Fotos: IRIS)

Bei den deutschen Jugend-Blockmeisterschaften U16 in Lübeck hat der Nachwuchs des Hessischen Leichtathletik-Verbandes (HLV) mit fünf Podestplatzierungen auf sich aufmerksam gemacht. Allen voran Felix Bornhofen vom ASC Darmstadt, der im Block Sprint der M15 den Titel gewann. Dazu sammelten die hessischen Talente jeweils zwei zweite und zwei dritte Plätze.


Nach fünf Disziplinen wird bei den Jugend-Blockwettkämpfen abgerechnet. Und nach den fünf Prüfungen lag Felix Bornhofen vorn, der Darmstädter war deutscher Meister. Bis es so weit war, befand er sich in Lauerstellung – bis zur letzten Station, dem Speerwerfen. Zum Auftakt seines Mehrkampfes sprintete Bornhofen die 100 Meter in 11,60 Sekunden, Platz vier. Die 80 Meter Hürden beendete er nach 11,23, nach zwei Disziplinen bedeutete das Rang fünf. Keine Veränderung in der Rangfolge brachte der Weitsprung. Bornhofen landete nach 6,23 Metern in der Grube. Dann kam der Hochsprung – und Felix Bornhofen griff an. In seiner Paradedisziplin übersprang er 1,88, keiner in Lübeck war besser. Und das war nicht einmal Bestleistung. Die liegt seit dem Juli bei 1,91. Bei der U16-DM wurde Bornhofen mit 1,83 Vierter. Seine Leistung von Lübeck hätte vor wenigen Wochen in Köln den Einzeltitel bedeutet, der ging mit übersprungenen 1,86 weg. In Lübeck musste der Speerwurf die Entscheidung bringen. Felix Bornhofen lag bis dahin mit 2.515 Punkten hinter Devon Bender (MTG Mannheim/2.534) auf Rang zwei. Dann ließ der Hesse die Wurflanze auf 45,67 Meter fliegen und verbuchte weitere 609 Zähler. Benders Speer flog genau sieben Meter kürzer, 38,67, umgerechnet 557 Punkte. Den Mannheimer hatte Felix Bornhofen überholt. Doch Arthur Klem (SC DhfK Leipzig) machte es mit seiner Tagesbestweite von 55,70 noch einmal spannend. Von der Spitze verdrängen konnte er Felix Bornhofen aber nicht. Der Hesse siegte mit 3.124 Punkte, vor Klem (3.101) und Bender (3.091). Vor zwei Jahren hatte Christopher Nagorr vom LAZ Gießen diesen Titel gewonnen, damals hieß die Disziplin noch Sprint/Sprung. Seine Punktzahl 2013 in Markt Schwaben ist auch der Hessenrekord: 3.274.

Zwei zweite Plätze gab es im Block Lauf, für Max Niebergall vom TV Obersuhl in der M15 (2.721) und Philip Hennemuth vom SSC Bad Sooden-Allendorf in der M14 (2.634). Niebergall sprintete die 100 Meter in 12,34, über 80 Meter Hürden 11,62, er sprang 5,48 weit, warf den Ball auf die Tagesbestweite von 62,00 Metern und lief zum Abschluss die 2.000 Meter in 6:26,91 Minuten. In der Endabrechnung war nur der Sachse Eric Engelhardt (SG Motor Gohlis-Nord/2.861) besser. Philip Hennemuth legte gleich mit der zweitbesten Sprintleistung über 100 Meter los (11,95). Danach folgten 12,79 über 80 Meter Hürden, 5,32 im Weitsprung, 57,50 im Ballwurf und 6:35,98 über 2.000 Meter. Am Ende hatte nur Cem Boz (LG Hof) mehr Punkte auf seinem Konto, nämlich 2.695. Leandro-Julian Kempfer (TV Dillenburg/2.584) wurde Siebter.


Eine stolze Luca Marie Jahn mit der Bronzeplakette

Luca Marie Jahn vom TV Flieden und die dritten Plätze im Block Lauf: Vor einem Jahr war das in der W14 der Fall, 2015 auch in der W15. Auf dem Weg zu ihren 2.670 Zählern in Lübeck markierte sie zwei Tagesbestleistungen, 12,82 über 80 Meter Hürden und 53,00 mit dem Ball. Dazu kamen 13,73 über 100 Meter, 4,89 im Weitsprung und 7:09,70 zum Abschluss über 2.000 Meter. Johanna Berrens (SV Steinheim/2.736) wiederholte ihren W14-Sieg aus dem Vorjahr. Platz zwei belegte Karen Schöttler (Dresdner SC 1898/2.716). Ebenfalls in den Top Acht platziert: Svenja Sommer (TV Groß-Zimmern/2.610) als Fünfte und Sophie Poluschkin (LG VfL/SSG Bensheim/2.563) auf Rang sieben.

Platz drei im Block Wurf der W14 belegte Leonie Bergsträßer vom TV Groß-Gerau (2.576). Besonders im Weitsprung tat sie sich hervor, mit 5,02 gelang ihr der weiteste Satz der Konkurrenz. Ihre weiteren Leistungen: 12,83 über 100 Meter, 12,68 über 80 Meter Hürden, 9,39 im Kugelstoßen und 25,48 mit dem Diskus. Vor der letzten Disziplin war sie sogar Zweite. Doch dann schob sich Lena Brunnhübner (TuS Roland Brey/2.593) noch an der Hessin vorbei und sicherte sich hinter der deutschen Meisterin Rebecca Meier (LG Kreis Nord Stade/2.601) den zweiten Platz.

Im Block Wurf der W15 platzierte sich eine Hessin im Vorderfeld. Lara Herdner (Bensheim) wurde mit 2.589 Punkten Siebte. Der Sieg ging wie im Vorjahr in der W14 an Selina Dantzler (LG Stadtwerke München/2.799).

Zu den Ergebnissen

Tammo Lotz

 


07.09.2015