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Martin Günther trainiert bei Tamas Kiss, Steffen Schattner wechselt zur MTG Mannheim


Martin Günther (Foto: IRIS)

Die Freiluftsaison dauert an bis Ende Oktober, bis dahin stehen noch einige große Stadtmarathons auf dem Programm, etwa in Berlin, Köln und Frankfurt. Zwei Veränderungen in der hessischen Leichtathletik sind aber bereits festgezurrt. So wechselt 400-Meter-Läufer Steffen Schattner von der LG ovag Friedberg-Fauerbach zur MTG Mannheim. Hintergrund ist der Studienbeginn in Heidelberg des U20-WM-Staffelteilnehmers. Schattner wird Medien- und Kommunikationsmanagement studieren. Im vergangenen Jahr hatte sich der junge Hesse auf 48,15 Sekunden verbessert, im zurückliegenden Sommer wurde Schattner von einer langwierigen Sehnenentzündung im Oberschenkel geplagt und erzielte eine persönliche Jahresbestzeit von 48,71 Sekunden.

Martin Günther bleibt seinem Klub LG Eintracht Frankfurt sowie der Polizei-Sportfördergruppe Hessen treu, wird aber seinen Lebensmittelpunkt nach Stuttgart verlagern und sich der Trainingsgruppe von Tamas Kiss am örtlichen Olympiastützpunkt anschließen.

Günther war im vergangenen Jahr deutscher Meister in der Halle und im Freien, blieb aber 2014 mit einer Jahresbestleistung von 2,25 Metern ebenso hinter seinen persönlichen Erwartungen zurück wie in den zurückliegenden Monaten. Höher als 2,25 Meter ging es nicht, und bei den deutschen Meisterschaften enttäuschte der ehemalige 2,30 Meter-Springer (Halle und Freiluft jeweils 2,15 Meter). "Martin wird im Olympiajahr nochmal einen Neustart probieren“, sagt der hessische Mehrkampf-Landestrainer Philipp Schlesinger, der ihn bislang betreut hat. Dass Günther größere Höhen in den Beinen hat, hatte er mehrmals angedeutet, zuletzt in Eberstadt mit übersprungen 2,24 Metern. Der Ungar Kiss, DLV-Disziplintrainer Dreisprung, betreut als Heimcoach unter anderen die WM-Sechste im Hochsprung, Marie-Laurence Jungfleisch (p.B. 1,99 Meter), sowie U23-Weitsprung-Europameister Fabian Heinle (beide LAV Tübingen/8,25 Meter). Beendet hat Günther auch die zuletzt lose Zusammenarbeit mit dem britischen Trainer Fuzz Ahmed. „Es ist schwierig, meine Saison in ein paar Worte zu fassen. Es gab einfach zu viele Schwankungen“, sagt der bald 29-jährige Hochspringer. In der Hallensaison 2015 hatte sich der Achte der Hallen-WM 2010 eine Verletzung zugezogen, gegen Ende der Freiluftsaison seien einige Probleme zusammengekommen. „Aber ich bin willens und motiviert, weiterzumachen“, sagt er. „Und ich bin nicht so weit weg von der Qualifikation für einen internationalen Höhepunkt im Jahr 2016. Sei es die EM in Amsterdam oder die Olympischen Spiele in Rio.“ (tam./tin.)

 


22.09.2015