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HLV erweitert seine Leistungssportförderung um ein dezentrales Stützpunktsystem


Robert Schieferer (Foto: HLV)

Der Hessische Leichtathletik-Verband (HLV) hat zum 1. Januar 2016 ein neues, dezentrales Stützpunktsystem implementiert. „Damit wollen wir die Nachwuchs-Leistungssportförderung in der hessischen Leichtathletik effektiver gestalten. Das gemeinsame Training in Wohnortnähe ist eine sinnvolle und qualitative Ergänzung, aber kein Ersatz für das Kadertraining“, sagt Robert Schieferer. Der Blocktrainer Sprint, Landeskader Langsprint sowie Kurz- und Langhürde hat das Konzept im vergangenen September entwickelt und vorgestellt. Nach dem „Go“ von HLV-Präsidentin Anja Wolf-Blanke, HLV-Vizepräsident Markus Czech, HLV-Geschäftsführer Thomas Seybold, Carsten Ebert (HLV-Referent Leistungssport und Marketing) sowie dem Leistungssportausschuss genehmigte letztlich die Vollversammlung der Kreise im November die Umsetzung.

Die Kreise spielen in dem neuen Konstrukt eine entscheidende Rolle, denn sie tragen die Kosten für die dezentralen Stützpunkttrainer. „Den Vertretern der Kreise gilt deshalb mein ausdrücklicher Dank für ihre Unterstützung“, sagt Anja Wolf-Blanke. Die HLV-Präsidentin und Schieferer betonen zudem explizit, dass es sich bei dem neuen Trainer-Infrastruktur-Angebot nicht um ein flächendeckendes Stützpunktsystem für ganz Hessen handelt, das in Konkurrenz steht zum Bundesstützpunkt in Frankfurt am Main und dem Landesstützpunkt Wiesbaden mit David Corell (Landestrainer Kurzsprint). „Vielmehr geht es um ein flexibles System mit Stützpunkten, die dort angeboten werden, wo im Umfeld Kaderathleten wohnen und engagierte Vereinstrainer vorhanden sind“, sagt Schieferer.

Der HLV reagiert damit situativ auf eine Fragestellung im Trainingsalltag, die viele Kaderathleten nur zu gut kennen: Wie schaffe ich es, von montags bis freitags einigermaßen stressfrei zum Stützpunkttraining, beispielsweise in das Sportzentrum nach Frankfurt-Kalbach zu gelangen? Die Antwort: häufig nicht. „Es macht keinen Sinn, dass Athleten bisweilen bis zu 100 Kilometer Anfahrt auf sich nehmen müssen“, sagt Schieferer. „Deshalb gibt es nun mehr Angebote in der Region.“ Und zwar einmal pro Woche vereins- und kreisübergreifend. Und mit Trainern, die als Qualifikation mindestens die B-Lizenz vorweisen müssen und zudem schon reichlich Erfahrung im Leistungssportbereich haben.


Stephan Rapp (Foto: Facebook)

Die in Frage kommenden Athleten sollen möglichst dem D-Kader (D2/D1) angehören, an deutschen Meisterschaften teilgenommen bzw. die D-Kadernorm knapp verpasst haben. „Damit binden wir die Vereinstrainer stärker in die Leistungssportstrukturen des Verbandes ein und erhoffen uns natürlich ein noch besseres Abschneiden bei deutschen Nachwuchsmeisterschaften“, so Schieferer. Berücksichtigt wurden schwerpunktmäßig Regionen, Vereine und Disziplinen, die ihr Erfolgspotenzial bereits unter Beweis gestellt haben. Konkret sind dies nach derzeitigem Stand:

- Günter Jung (Wiesbaden/Rheingau)
- Erich Gebhardt (Gießen)
- Sascha Arndt (Hanau-Rodenbach)
- Gerhard Reichenauer (Flieden)
- Stephan Rapp (Bensheim/alle Block Lauf)
- Gerhard Reichenauer (Flieden)
- Günter Gross (Reisen/beide Block Sprint/Hürden)
- Helmut Schneider (Treysa/Hammerwurf)
- Martin Rumpf (Selters im Taunus/Block Wurf)
- Werner Rebernig (Bruchköbel/Speerwurf)

Uwe Martin

 


08.01.2016