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Die Hessen bei der Hallen-Mehrkampf-DM: Zwei zweite und ein dritter Platz


Lea Menzel (Fotos: IRIS)

Eine solche Quote gibt es selten. Vier hessische Athleten waren bei der Hallen-Mehrkampf-DM in der Hamburger Leichtathletik-Trainingshalle Alsterdorf am Start, drei von ihnen kamen aufs Siegertreppchen. Die statistische Ausbeute stimmte also. Die einzelnen Leistungen stufte der HLV-Mehrkampf-Trainer Philipp Schlesinger als „zufriedenstellend, aber ausbaufähig“ ein. Nicht die schlechteste Ausgangslage im Hinblick auf den Sommer. Die kurze Saison unter dem Hallendach ist eine Standortbestimmung, ein Wettkampftest in der Aufbauphase. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Angesichts der schwierigen Ausgangslage mit viel Individual- und kaum Hochsprungtraining seit der Mehrkampf-DM im Spätsommer zog Andreas Bechmann von der LG Eintracht Frankfurt seinen Wettkampf in der U18 überraschend souverän durch. „Davor muss man den Hut ziehen“, so Schlesinger.

Nach 7,62 Sekunden über 60 Meter, 6,55 Meter im Weitsprung, 14,40 Meter mit der Kugel, 4,10 Meter im Stabhochsprung, 8,80 Sekunden über 60 Meter Hürden, 1,84 Meter im Hochsprung und 3:00,18 Minuten im abschließenden 1.000-Meter-Lauf kamen im Siebenkampf 4.896 Punkte zusammen. Nur Tom Greiner vom LAC Erfurt (5.033) lag vor dem Hessen, der bester Weitspringer im Feld war, seinen persönlichen Rekord mit dem Stab einstellte und über 1.000 Meter noch nie so schnell unterwegs gewesen ist.


Vanessa Grimm

Ebenfalls Zweite, allerdings in der U20, wurde Vanessa Grimm von der LG Reinhardswald im Fünfkampf. „Eine optimale Platzierung“, fasste Schlesinger zusammen. Die Siegerin Lisa Maihöfer (LG Staufen) stellte mit 4.373 Zählern eine neue deutsche U20-Hallenbestleistung auf und lag am Ende fast 700 Punkte vor der Hessin (3.685), die sich knapp gegen Kristin Tuxford (LG Region Karlsruhe/3.664) durchsetzte. Auf dem Weg dorthin haderte Vanessa Grimm mit ihren mäßigen Sprungergebnissen (1,63 Meter im Hoch- und 5,46 Meter im Weitsprung), zeigte aber über 800 Meter (2:26,35 Minuten) Kämpferqualitäten. „Sie hat sich ihre Kräfte gut eingeteilt“, sagte Schlesinger. Die weiteren Einzelleistungen: 9,34 Sekunden über 60 Meter Hürden und 11,78 Meter im Kugelstoßen.


Andreas Bechmann

In ihren ersten Wettkampf in der Aktivenklasse startete Lea Menzel vom TV Neu-Isenburg mit 8,69 Sekunden über 60 Meter Hürden vielversprechend. Es folgten 1,66 Meter im Hochsprung, 13,06 Meter mit der Kugel, 5,69 Meter im Weitsprung und 2:30,28 Minuten über 800 Meter. Macht zusammen 3.958 Punkte und Platz drei hinter Celina Leffler (SSC Koblenz-Karthause/4.347 Punkte) und Universiade-Siegerin Anna Maiwald (Bayer Leverkusen/4.208 Punkte). In ihrer Paradedisziplin, dem Kugelstoßen, und im Weitsprung hatte ihr Heimtrainer Schlesinger etwas mehr erwartet. Mit den 800 Metern war er gar nicht zufrieden. Trotzdem: Die ersten beiden Plätze waren weit weg, Platz drei war auch hier das Optimum.

Bleibt noch Marshella Foreshaw vom Königsteiner LV. In ihrem ersten U18-Hallen-Fünfkampf standen ein sechster Platz und 3.627 Punkte zu Buche. Ihr Kommentar, „einigermaßen zufrieden“, passte ins Gesamtbild der hessischen Leistungen in der Hansestadt. (tam)

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01.02.2016