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Vor der Hallen-DM: Die übriggebliebenen Hessen


Xenia Stolz: Platz zwei und 6,55 Meter im Vorjahr (Foto: Benjamin Heller)

Dem Hessischen Leichtathletik-Verband (HLV) gehen vor den 63. Deutschen Hallenmeisterschaften die Spitzenathleten aus. Zwei Tage vor dem ersten Startschuss in der an beiden Wettkampftagen ausverkauften Leipziger Arena zog mit der Hindernis-WM-Dritten Gesa Felicitas Krause von der LG Eintracht Frankfurt eines der Zugpferde der Titelkämpfe zurück. Aus Glasgow brachte sie nicht nur eine Topzeit über 3.000 Meter (8:49,43 Minuten), sondern auch einen grippalen Infekt mit. „Sie ist in ärztlicher Behandlung und nicht einsatzfähig“, erklärte ihr Trainer Wolfgang Heinig, dessen Frankfurter Trainingsgruppe mit Diana Sujew (9:02,15), der neuen EM-Dritten 2012 über 1.500 Meter (siehe hier), noch einen zweiten prominenten Ausfall zu beklagen hat. Die Achillessehne zwickt, der Olympia-Sommer hat Priorität. So geht Elina Sujew (9:11,68) zwar mit der besten Vorleistung ins Rennen, der Ausgang desselben sollte aber völlig offen sein. Derweil nutzt Nico Sonnenberg den 1.500-Meter-Vorlauf am Samstag als Auftakt (12.45 Uhr), gefolgt von den 3.000 Metern fünf Stunden später, mit realistischen Podest-Aussichten über die längere Strecke (bisher 8:08,81).

Bei der Weitspringerin Xenia Stolz (Wiesbadener LV) scheinen die technischen Umstellungen zu greifen. Ein neuer Hessenrekord (6,63) und 6,52 Meter in Glasgow stehen zu Buche. Vor ihr liegt nur die Weltjahresbeste Alexandra Wester (ASV Köln/6,95).


Marc Reuther: In Lauerstellung (Foto: Iris)

Erweiterte Weltklasse stellt der deutsche Frauen-Hochsprung dar, allerdings nur in Person von Marie-Laurence Jungfleisch (VfB Stuttgart/1,94). Die Gradmesser der nationalen Freiluft-Rekordlerin Ariane Friedrich (Frankfurt/2,06) in ihrem Comeback-Winter sind 1,90 Meter (bisher 1,88). Ihr Disziplin- und Vereinskollege Martin Günther wird in seiner Geburtsstadt zwar vor Ort sein, auf eine Hallensaison aber verzichtet er komplett.

Die mehrmaligen deutschen Jugendmeister, die Sprinterin Lisa Mayer (LG Langgöns/Oberkleen/60 und 200 Meter/7,42 und 24,30) sowie der 800-Meter-Läufer Marc Reuther (Wiesbadener LV/1:49,64), dürfen in ihrem ersten Aktiven-Jahr auf vordere Platzierungen hoffen. Über 200 Meter kann es für Steven Müller (LG Friedberg-Fauerbach/21,35) und den Wiesbadener Florian Daum (21,44) in Richtung Finale gehen. Für Daums Vereinskollegen Michael Pohl (60 Meter/6,80) ist dieses Ziel eher eine rhetorische Andeutung.

Von den 16 hessischen Athleten (sechs Männer, zehn Frauen) in den Top Ten der aktuellen DLV-Jahresbestenliste werden in Leipzig maximal neun ins Geschehen eingreifen: Steven Müller, Marc Reuther, Nico Sonnenberg, die Weitspringer Gianluca Puglisi (Frankfurt/7,46), Maryse Luzolo (Königsteiner LV/6,43) und Xenia Stolz sowie Lisa Mayer, Elina Sujew und Ariane Friedrich.

Tammo Lotz

Zu den hessischen Teilnehmern

 


26.02.2016