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Starke hessische Mehrkämpfer in Kreuztal


Andreas Bechmann (Foto: IRIS)

Die hessischen Teilnehmer/innen haben bei der Mehrkampf-Qualifikation in Kreuztal mit vielen persönlichen Bestleistungen und Normerfüllungen überzeugt - um bei der U18-EM in Tiflis (Georgien/14. bis 17. Juli) und der U20-WM im polnischen Bydgoszcz (19. bis 24. Juli) dabei zu sein, hat es leider nicht gereicht. Denn die nationale Konkurrenz war schlicht und ergreifend besser. Beispielsweise im U18-Zehnkampf, den Andreas Bechmann von der LG Eintracht Frankfurt als Dritter mit 7.010 Punkten abschloss. Norm übertroffen - doch vor dem Hessen platzierten sich in Kreuztal eben noch Manuel Wagner vom USC Mainz (7.221 Punkte) und Tim Greiner (Erfurter LAC/7.071 Punkte). Bei zwei Tiflis-Startplätzen dürfte Bechmann als Ersatzmann nominiert werden. „Er hat lange geführt und seine Sache sehr gut gemacht“, lobte HLV-Landestrainer Philipp Schlesinger. „Aber die anderen waren einfach einen Ticken stärker.“ Bechmann sammelte erstmals mehr als 7.000 Punkte und stellte über 100 Meter (11,48), 400 Meter (50,47), 110 Meter Hürden (15,26), im Stabhochsprung (4,40 Meter) und über 1.500 Meter (4:53,79 Minuten) weitere persönliche Bestleistungen auf.

Platz zwei belegte in Kreuztal auch Vanessa Grimm (LG Reinhardswald) im U20-Siebenkampf. Mit 5.309 Punkten erzielte sie nach kurzer Vorbereitungszeit aufgrund einer Verletzung ein gutes Ergebnis, lief zum Abschluss über 800 Meter in 2:21,34 Minuten zudem einen weiteren persönlichen Rekord, verfehlte jedoch die WM-Norm von 5.400 Punkten. Das Limit übertraf die Siegerin Lisa Maihöfer (LG Staufen/5.469); am 21./22. Mai in Marburg hatte bereits die Lübeckerin U18-Athletin Mareike Rösing 5.411 Punkte erreicht. Diese beiden fliegen laut Bundestrainerin Eva Rapp nach Polen.


Carolin Friedrich und Marshella Foreshaw (Foto: IRIS)

Eine hochklassige Ausscheidung lieferten sich in Kreuztal die U18-Siebenkämpferinnen. Letztlich blieben sechs über der Tiflis-Norm von 5.300 Punkten. Auch die viertplatzierte Carolin Friedrich vom LAV Kassel mit 5.339 Punkten. „Ein tolles Ergebnis“, sagte Schlesinger. Das unter anderem erzielt wurde mit persönlichen Bestleistungen über 200 (26,29 Sekunden) und 800 Meter (2:20,81 Minuten). An der Spitze zogen jedoch Janika Baarck (SC Neubrandenburg/5.595 Punkte), Johanna Siebler (LC Überlingen/5.558 Punkte) und Mareike Rösing (5.470 Punkte) unbeirrt ihre Kreise. Carolin Friedrich wird ihre EM-Chance dennoch weiter nutzen - und zwar im Speerwerfen. In dieser Disziplin hatte sie in der Vorwoche bei den Hessenmeisterschaften in Kassel mit 50,41 Meter eine überragende Leistung gezeigt und das Tiflis-Limit (49,00) übertroffen. In Kreuztal flog der Speer 47,31 Meter weit, was ihr 808 Punkte einbrachte.

Marshella Foreshaw vom Königsteiner LV, dem jüngeren Jahrgang 2000 zugehörig, sammelte 5.303 Punkte und überragte erwartungsgemäß über 100 Meter Hürden mit der Tagesbestzeit von 13,85 Sekunden. In dieser Disziplin ist sie wie die Siebtplatzierte Miriam Sinning von der LG Eintracht Frankfurt, die gehandicapt von einer Erkältung 4.914 Punkte erreichte, eine erstrangige EM-Kandidatin. Miriam Sinning startete in Kreuztal übrigens mit 13,99 Sekunden in den Wettkampf. Marshella Foreshaw lag nach einem sehr guten ersten Tag, den sie mit einem Hausrekord über 200 Meter (24,85 Sekunden) beendete, auf Platz zwei des Wettbewerbs. Recht viele Punkte verlor sie dann aber im Weitsprung (5,31 Meter). tin.

 


13.06.2016