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Bühne frei für die DM in Kassel!


Es geht los. Am nächsten Samstag. Dann stehen die deutschen Meisterschaften im Kasseler Auestadion auf dem Programm. Seit dem Spätherbst 2015 ist das Organisationskomitee vorbereitend tätig gewesen, nun kommt es auf das Gesamtergebnis an. Die DM ist für national ambitionierte Leichtathleten der Saisonhöhepunkt; für andere, speziell in diesem Jahr, nur ein Zwischenstopp auf dem Weg zur EM nach Amsterdam und/oder zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Und allmählich wird es auch für die hauptamtlichen Mitarbeiter der HLV-Geschäftstelle in Frankfurt ernst. Alexander Mertens (Wettkampfwesen und Veranstaltungsgenehmigungen) ist schon seit vergangenem Donnerstag gemeinsam mit Hannelore Herrmann (HLV-Regionalkoordinatorin Nord) permanent in Kassel vor Ort, hat seinen Arbeitsplatz im Sportamt - Auestadion in der Südtribüne - eingerichtet. Seine Kolleginnen und Kollegen ziehen am Donnerstag und Freitag um, dann ist die Geschäftstelle für ein paar Tage verwaist. In Kassel geht es unter anderem um den Feinschliff der Meldeunterlagen, die Vorbereitung des VIP-Empfangs und des Info-Counters im DLV-Hotel „La Strada“ für die anreisenden Präsidiums-, Verbandsrat- und Ehrenmitglieder. Also Bühne frei für die 116. Deutschen Titelkämpfe, die zweiten in Kassel nach 2011.

Längst im Vorwettkampfmodus ist auch HLV-Kampfrichterwart Rolf-Achim Dörr aus Marburg. Der 76-Jährige hat im Dezember 2015 mit der neudeutsch Recruiting genannten Akquisition der Kampfrichter und Helfer begonnen, in die konkrete Planung ging es im Januar. Nun ist alles festgezurrt - die DM in Kassel wird von knapp 200 Kampfrichtern und 80 bis 90 Helfern gestemmt. Vor Ort geht es mehr oder weniger Schlag auf Schlag mit Teambesprechungen, technischen Besprechungen, Schiedsrichter- und Kampfrichter-Besprechungen, letzten Details für die Organisation des VIP-Fahrdienstes, der Platzabnahme für das TV und einer Einweisung in die Besonderheiten der Wettkampfstätten. Bis spätestens am Samstag (8.15 Uhr) müssen sich alle Kampfrichter „akkreditiert“ und ihre „Wettkampfkleidung“ abgeholt haben.


HLV-Kampfrichterwart Rolf-Achim Dörr (Foto: Schaake)

Auf Hochtouren läuft auch längst der HLV-Vizepräsident Marketing/Event, Sven Lindemann. Er ist für den DLV vor Ort als Fahrdienstleiter tätig. Lindemann war es auch, der bei der U23-DM 2015 in Wetzlar die sogenannte Chill-Out-Area initiiert hat. Einen Raum, in dem Athleten und Betreuer sich entspannen und Ruhe finden, die nun direkt anstehenden Wettkämpfe nochmals besprechen können. Was in Wetzlar bestens angenommen wurde und auf gutes Feedback stieß, findet nun in Kassel eine Fortsetzung. Möglich macht’s die örtliche Sparkasse. Und so können sich die DM-Teilnehmer auf dem Einlaufplatz des Auestadions in ein abgetrenntes Areal mit Lounge-Musik, entspannter Atmosphäre und kostenfreier Versorgung mit Getränken von Vittel, San Pellegrino und Krombacher (wahlweise Kaffee) zurückziehen. Selbstverständlich gibt es ein Dach über dem Kopf, die Wetterprognosen sind ja leider nicht allzu rosig. Zutritt erhalten alle, die eine Zugangsberechtigung für den Aufwärmbereich haben.

Die DM in Kassel wird übrigens breitflächig live im Fernsehen bzw. Internet gezeigt. „Das dürften die längsten TV-Zeiten seit vielen, vielen Jahren sein“, sagt HLV-Präsidentin Anja Wolf-Blanke, die gleichfalls bereits vor Ort ist. Das ZDF überträgt am Samstag live von 13.30 bis 15 Uhr, von 15 bis 17.15 Uhr gibt es einen Online-Livestream auf zdf.de. Das hr fernsehen hat von 18.30 bis 18.45 Uhr eine Sondersendung „heimspiel extra live!“ aus Kassel ins Programmformat genommen. Am Sonntag überträgt die ARD live, und zwar von 13.30 bis 15 Uhr und von 15.45 Uhr bis 18.25 Uhr.

Kleine Information am Rande: Weil die TV-Macher während der Live-Übertragungen keine Siegerehrungen im Bild haben wollten, finden diese nicht im Innenraum des Auestadions sondern auf der Nordtribüne statt. Eingefangen mit einer Extrakamera.

Uwe Martin

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14.06.2016