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Viele ehemalige Stars im Kasseler Auestadion


Willi Wülbeck, 800-Meter-Weltmeister 1983 (Fotos: Fritschler)

Deutsche Meisterschaften in Kassel - da kamen nicht nur die aktuellen Spitzenathleten, das lockte auch die Aktiven von damals an. Beim Rundgang durch das Auestadion traf man an jeder Ecke ein bekanntes Gesicht. Und in einem waren sich alle einig: Kassel und das Auestadion sind super. Brigitte Kraus (59) feierte ihren größten Erfolg 1983 bei der WM in Helsinki mit Silber über 3.000 Meter. Und sie sagte: „Ich fahre eigentlich zu allen deutschen Meisterschaften, einfach aus Interesse.“ Rank und schlank wie eh und je kamen Heike Henkel (52) und Tanja König (46) daher. Heike Henkel, Europa-, Weltmeisterin und Olympiasiegerin im Hochsprung, war zum ersten Mal im Auestadion. Tanja König machte unter ihrem Mädchennamen Borrmann bei der TG Melsungen ihre ersten Weitsprünge. Willi Wülbeck (61), 1983 bei der WM in Helsinki über 800 Meter erfolgreich, präsentierte sich locker und lässig wie immer auf der Tribüne… Und Sylvia Schenk (64) erinnerte sich, dass sie 1969 im Auestadion bei Bezirksmeisterschaften gelaufen ist. Ins Stadion kommt die Juristin gerne, nach Kassel sowieso. Schließlich absolvierte sie ihre ersten 800-Meter-Läufe im Trikot des ESV Jahn Treysa.


Claudia Reidick, 1988 Olympiadritte über 100 Meter Hürden, mit Ehemann

Am Sonntag weilte die ehemalige Siebenkampf-Weltmeisterin Sabine Braun, 51 Jahre alt, mit Beate Peters (56), WM-Dritte im Speerwerfen 1987 in Rom, auf der Tribüne. Gleich nebendran stand die Olympiadritte über 100 Meter Hürden von 1988 in Seoul, Claudia Reidick (53), mit Ehemann Alexander. Peters und Reidick stellen fest, dass sie sich kennen. Sie überlegten und dann war klar: Die beiden sind bei der Universiade 1985 im japanischen Kobe gemeinsam in der Sprintstaffel gelaufen.

Dragoslav Stepanovic, den alle nur „Stepi“ rufen, tummelte sich im VIP-Bereich des Auestadions. Der frühere jugoslawische Fußball-Nationalspieler, der lange Jahre für Eintracht Frankfurt kickte und bekannt ist für seinen Spruch „Lebbe geht weiter“, war mit dem Vorsitzenden des Lahn-Dill-Sportkreises, Eberhard Göbel, vor Ort. „Ich habe mich als Schüler im Hochsprung versucht“, sagte Stepanovic (67). „Aber ich hatte kein Talent.“ Das Auestadion kennt „Stepi“ von schon von früher, „wenn Hessen Kassel gespielt hat, war ich hier“.


Klaus Lehnertz, 1968 Olympiadritter im Stabhochsprung

Ilse Bechthold war in ihrer aktiven Zeit Kugelstoßerin, später DLV-Vizepräsidentin. Heute ist die 88-jährige Frankfurterin noch im Förderverein des Hessischen Leichtathletik-Verbandes aktiv. Der Kasseler Klaus Lehnertz (78), 1964 in Tokio Bronzemedaillengewinner im Stabhochsprung, lässt sich eine Veranstaltung wie die deutschen Meisterschaften vor der Haustüre natürlich auch nicht entgehen.

Weitsprung-Ikone Heike Drechsler (52) war für die Barmer GEK im Stadion. Ebenso Brigitte Kurschilgen (58), unter ihrem Mädchennamen Holzapfel EM-Dritte 1978 im Hochsprung. Heute ist sie DLV-Hochsprungtrainerin. Eigentlich logisch, dass man die Weitsprung-Olympiasiegerin von 1972, Heide Ecker-Rosendahl (69), traf, Leichtathletik fasziniert sie immer noch. Wie die anderen Stars von damals eben auch…

Peter Fritschler

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21.06.2016