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Leistungssport in der Zwickmühle


Martin Rumpf (Foto: privat)

Dass mein Amt nicht leicht werden würde, ist mir bewusst gewesen. Konfrontationen inklusive, das war klar. Aber was sich im Umfeld der HM Block U14/U16 am 11./12. Juni in Darmstadt ereignet hat, sollten auch Vereinsvertreter erfahren, die wenig Kontakt zum Hessischen Leichtathletik-Verband (HLV) haben. Deshalb dieser offene Brief.

Normen und Qualifikationsleistungen sind seit Januar bekannt gewesen und jeder wusste auch, unter welchen Bedingungen man nachmelden kann. Es ist auch bekannt, dass es einen speziellen Antrag auf Sonderstartgenehmigung gibt, beispielsweise wenn ein Kaderathlet lange Zeit verletzt war. Rund um die HM Block gab es aber alles: Sonderstartgenehmigungsanträge für Zwölfjährige, bei verpassten Normen Anrufe oder E-Mails, doch bitte im Sinne der Athleten zu entscheiden bis zu Drohungen mit juristischen Mitteln und Wegen.

Zudem wurde immer wieder an meine leistungssportliche Orientierung appelliert und an meine Verpflichtung, im Sinne der Athleten zu handeln. Höhepunkt war dann die Bemerkung, dass dies bei meinem Vorgänger ganz sicher kein Problem gewesen wäre… Ich kann all das teilweise verstehen und nachvollziehen - bei mir war es manchmal nicht anders. Aber wenn man sich gemeinsame Regeln gibt und diese frühzeitig kommuniziert und somit offen legt, sollte man sich auch daran halten. Allein schon aus Fairness gegenüber jenen Athleten, die es nicht geschafft haben und deshalb nicht gemeldet haben.

Wir im Leistungssport sind ein Team, bestehend aus den Trainern (hauptamtlich, Honorar, ehrenamtlich), dem Leistungssportreferenten Carsten Ebert sowie der Mitarbeiterin Gudrun Rouhi in der HLV-Geschäftsstelle und mir als Vizepräsident. Wir treffen gemeinsam und in Absprache mit dem Wettkampfsport - oder anderen Teilen des Präsidiums - Entscheidungen, die dann gemeinsam nach innen und außen vertreten werden.

In diesem Kontext muss auch eine Mitarbeiterin der Geschäftsstelle genannt werden, die nicht der Prellbock von einzelnen Personen sein darf: Sabrina Müller war nicht zu beneiden in den Tagen vor dem Meldeschluss der Blockmeisterschaften. Sie ist unsere und damit auch Eure HLV-Mitarbeiterin! Bedenkt das bitte immer in der Kommunikation mit ihr (und anderen). Sie macht ihren Job, sie möchte niemanden ärgern oder etwas verhindern - ganz im Gegenteil.

Ich will die Vorfälle auch zum Anlass nehmen, Euch alle zu bitten und aufzufordern: Wenn Ihr Anregungen habt, sprecht uns an, wir werden verschiedene Kommunikationswege aufbauen. E-Mail, Telefon, WhatsApp - all dies ist schon transparent und bekannt. Jetzt kommen noch Termine bei Meisterschaften hinzu, ein ganz direkter Kanal. Sprecht uns auch dort an, gebt eure Ideen und Anregungen weiter, dann können wir unser/euer System des Leistungssports im HLV weiter optimieren. Wir werden alles, was uns in diesem Jahr zugetragen wurde und zu Problemen geführt hat, aufnehmen und in die Überlegungen zur neuen Struktur im Olympiazyklus 2017 bis 2020 aufnehmen. Das verspreche ich.

Abschließend ein ganz persönliches Wort: Es macht mir sehr großen Spaß, in diesem jungen und höchst engagierten Team HLV-Leistungssport im mitzuarbeiten - das Engagement lohnt sich!

Martin Rumpf (HLV-Vizepräsident Leistungssport)

 


29.06.2016