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Rio-Update, Teil 1: Siebenkämpferin Claudia Rath


Claudia Rath (Foto: privat)

Das wohl letzte Foto auf deutschem Boden, veröffentlicht im sozialen Netzwerk FB am Sonntagabend, zeigt Claudia Rath vor dem Airport Frankfurt am Main, darunter steht: „Endlich ist es soweit. Heute steige ich in den Flieger Richtung Rio. Wahnsinn, dass ich mir meinen Traum wirklich realisieren konnte. Freue mich einfach so und bin schon super aufgeregt!“ Es ist ein beschwerlicher Weg gewesen für die 30-jährige Studentin zu den Olympischen Spielen. Weniger, weil die deutsche Konkurrenz so stark gewesen wäre, sondern weil sie sich am 21. Mai beim Weitsprung-Meeting in Bad Langensalza (6,62 Meter) zwei Muskelfaserrisse im Oberschenkel zugezogen hatte. Eine generell denkbar schlechte Terminierung für eine Verletzung, zudem stand eine Woche später die erste Olympia-Qualifikation in Götzis (Österreich) an. Dort startete Claudia Rath schließlich „mit halber Kraft“, so ihre eigene Einschätzung, und qualifizierte sich mit 6.290 Punkten erstmals für Olympia. Denn vier Wochen später in Ratingen konnte die nationale Konkurrenz in ihrer Abwesenheit („Die Ärzte hatten einen Start ausdrücklich nicht erlaubt“) nicht kontern.

Nun ist sie also dabei. Und wird vor dem Startschuss über 100 Meter Hürden am nächsten Freitag um 14.35 (MESZ) in der nicht bereinigten Weltjahresbestenliste auf Platz 18 geführt. Wie gesagt, nicht bereinigt, unter anderen sind vor ihr sechs US-Amerikanerinnen gelistet. Ihre persönliche Bestleistung von 6.462 Punkten steht seit 2013, damals wurde die Frankfurterin WM-Vierte. (tin.)

Der HLV wünscht Claudia Rath viel Erfolg bei den Olympischen Spielen!

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08.08.2016