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Kathrin Klaas operiert - Karriere geht weiter


Kathrin Klaas setzt ihre Karriere fort (Foto: Benjamin Heller)

Das Rätselraten hat ein Ende: Ein Leistenbruch hat Hammerwerferin Kathrin Klaas von der LG Eintracht Frankfurt bereits seit Ende Mai ausgebremst. Mit Schmerzen hatte sich die deutsche Vizemeisterin seitdem durch die Saison gequält - erst jetzt wurde die Ursache gefunden. Der Leistenbruch wurde am Mittwoch operiert und Kathrin Klaas plant mit mindestens zwei weiteren Jahren im Hammerwurfring. „Plötzlich ging alles sehr schnell“, berichtete sie auf Instagram und schickte ein Foto aus dem Krankenzimmer mit. Monatelang hatte sie mit Problemen im unteren Rückenbereich bis hin zum Beckenboden und den Adduktoren zu kämpfen, die Ursache wurde aber nie gefunden. Bis am vergangenen Freitag die fast schon erlösende Diagnose folgte: Leistenbruch. „Ich freue mich, dass das frustrierende Suchen und Hoffen vorbei ist“, schreibt sie. Von Schmerzen und Bewegungseinschränkungen gehandicapt war Kathrin Klaas bei der EM und den Olympischen Spielen nicht über die Qualifikation hinausgekommen.

Die notwendige Operation hat die Olympia-Vierte von London 2012 gut überstanden. „Es war ein relativ kleiner Bruch, der aber in einer Nervenregion lag. Darum haben die Schmerzen in verschiedene Richtungen ausgestrahlt.“ Nach der ambulanten OP ging‘s direkt wieder nach Hause. Schon am Freitag dürfte die Hammerwerferin sogar schon wieder joggen. „Das werde ich aber nicht tun, schließlich haben wir Saisonpause. Aber die Operationsmethode ist wirklich erstaunlich. Es wird Eigengewebe genommen, kein Netz eingesetzt. So können beispielsweise Basketballspieler schon sieben Tage nach der OP wieder spielen.“


Kathrin Klaas bei der WM 2015 (Foto: IRIS)

Bis Kathrin Klaas wieder in den Hammerwurfring zurückkehrt, wird es noch dauern. Nach einem Wanderurlaub beginnt sie im Oktober mit dem Aufbautraining und plant noch mit mindestens zwei weiteren Wettkampfjahren. „Die Ursache der Schmerzen sind gefunden. Es ist jetzt eine andere Ausgangsposition als vor der OP. Die Ungewissheit war schon frustrierend. Darum geht‘s für mich weiter, mit solchen Leistungen konnte ich ja schlecht aufhören“. Mindestens bis zur EM 2018 in Berlin bleibt sie dem Hammerwurf also treu.

Quelle: leichtathletik.de

 


09.09.2016