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Neuer HLV-Strukturplan Leistungssport in Niederselters vorgestellt


Dr. Dr. Homayun Gharavi beim Vortrag (Foto: HLV)

Die Leistungssport-Tagung des Hessischen Leichtathletik-Verbandes (HLV) fand in diesem Jahr im Selterswassermuseum - Raum Brunnencomptoir - in Niederselters statt. Dort stellte HLV-Vizepräsident Leistungssport Martin Rumpf nach zeitintensiven Vorbereitungen von Gudrun Rouhi, Carsten Ebert sowie der Blocktrainer mit seinem Team Leistungssport die neuen Strukturen in der hessischen Leichtathletik vor - es sind die ausgearbeiteten Pläne für den nächsten Olympiazyklus. Die Erarbeitung und Weiterentwicklung des Strukturplans hatte erheblichen Abstimmungsbedarf mit dem Leistungssportausschuss und dem Präsidium gefordert. In der nächsten Woche soll das fertige Konzept dann verabschiedet werden.

Zuvor hatten Dr. Dr. Homayun Gharavi und Bundestrainer Sprint Volker Beck referiert und ihre Vortragsinhalte personalisiert untermauert. 400-Meter-Topläufer Kamghe Gaba (LG Eintracht Frankfurt) erlitt in diesem Jahr einen schweren Muskelfaserriss, der mit den Methoden von Gharavi behandelt wurde. Dadurch konnte Gaba schon wenige Wochen nach der Verletzung wieder einen Wettkampf bestreiten - normalerweise wäre die Saison vorzeitig beendet gewesen. Zudem erläuterte der Referent sein spezielles Dehnungsprotokoll, was vom HLV-Physioteam demonstriert wurde und bei vielen Zuhörern auf besonderes Interesse stieß.


Volker Beck (Foto: HLV)

Der Vortragsmix aus Theorie und Praxis mit diesem speziellen Beispiel eines Spitzensportlers war anregend und eröffnete viele neue Perspektiven. Auch der neue DLV-Verbandsarzt Andrew Lichtenthal, er führt schon seit vielen Jahren das HLV-Ärzteteam, war von den Ausführungen Gharavis sehr angetan und es entwickelten sich vor Ort spannende Fachgespräche.

Der Darstellung der neuen Struktur im HLV-Leistungssport folgten ausführliche Gespräche in den einzelnen Disziplinblöcken. Dabei diskutierten beispielsweise die Läufer mit Georg Schmidt über Tempoläufe, die Mehrkämpfer/Springer mit Philipp Schlesinger ließen sich von Peter Rouhi die Trainingsmethoden von Dan Pfaff (USA) präsentieren, die Sprinter mit Robert Schieferer referierten über Periodisierungsmodelle (David Corell) und die Werfer mit Regine Isele diskutierten Best-Practice-Modelle aus den einzelnen Disziplinen. Intensiv besprochen wurden auch die Vorträge von Michael Kollmar, Phillip van Dijck, Francis Gross und Klaus Steinfurth. Die Arbeit in den Landeskadern für 2017 kann also beginnen und damit die Vorbereitung auf nationale und insbesondere internationale Meisterschaften.

 


06.11.2016