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Nele Alder-Baerens vom USC Marburg läuft zu WM-Silber über 50 Kilometer


Da ist das Ding - Nele Alder-Baerens mit der Silbermedaille (Foto: Lutz Alder)

Nele Alder-Baerens ist in Doha (Katar) WM-Zweite im 50-Kilometer-Straßenlauf geworden. Mit der Silbermedaille krönte die Athletin des Ultra Sport Clubs Marburg ihre herausragende Saison. Denn drei deutsche Meisterschaften (50 Kilometer, 100 Kilometer und mit nationalem Rekord im Sechsstundenlauf) standen 2016 bereits zu Buche. Bei der WM sollte es für Alder-Baerens trotz der von ihr gehaltenen Weltjahresbestzeit von 3:20:33 Stunden aber in erster Linie um die Bestätigung ihres Top-Ten-Ergebnisses aus dem Vorjahr gehen - und die Konkurrenz war hochkarätig. Nach zehn Kilometern - vorne legten die Afrikanerinnen ein Höllentempo vor - lag die Wahl-Hessin bereits auf Platz sechs. „Nach einer Weile lief ich auf eine Dreiergruppe mit von mir hoch eingeschätzten Läuferinnen auf und überlegte: Vorbeigehen oder dranhängen? Da ich lieber mein Tempo halten wollte, lief ich vorbei“, erzählte sie später. Alder Baerens lief auf dem 2,5-km-Rundenkurs gleichmäßig, vor ihr liegende Athletinnen ließen nach. Vielen Teilnehmerinnen machten auch die noch am Abend sehr hohen Temperaturen zu schaffen.

Nicht so Alder-Baerens. Nach der Hälfte der Wettkampfdistanz lag sie bereits auf dem Bronzerang, nach 30 Kilometern auf Platz zwei. Vorne lief die Kenianerin Risper Kimaiyo (Marathonbestzeit 2:29:16 Stunden) ein einsames Rennen. Letztlich gewann die Afrikanerin in 3:22:45 Stunden Gold, Alder-Baerens behielt also ihre Weltjahresbestleistung.

In den Schlussrunden wurde es noch einmal spannend - die Britin Amy Clements kam nämlich stark auf und überholte die Deutsche kurz vor Kilometer 40. Alder-Baerens ließ die Konkurrentin nicht davonziehen, hatte nie mehr als eine halbe Minute Rückstand und ging mit nur zwölf Sekunden auf die abschließenden 2,5 Kilometer. Und hier zeigte Alder-Baerens, dass sie eine Kämpfernatur ist. Sie lief auf, überholte knapp einen Kilometer vor dem Ziel und lief in hervorragenden 3:25:53 Stunden noch 24 Sekunden Vorsprung auf die Britin heraus. Den letzen Kilometer absolvierte sie unter vier Minuten. „Die WM war für mich nicht nur ein Häubchen, sondern der Sahnehaufen einer Saison, die für mich einmalig gewesen ist und vermutlich auch bleiben wird“, sagte Alder-Baerens.

Heiko Krause/tin.

 


14.11.2016