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Der Norden geht voran: Talentstützpunkt-Auftaktveranstaltung in Stadtallendorf


Die Teilnehmer der Talentsichtung in Stadtallendorf (Foto: privat)

Der Landesstützpunkt Nord um Michael Kollmar hat bereits eine erste Maßnahme im Rahmen des neuen Strukturplans des Hessischen Leichtathletik-Verbandes (HLV) durchgeführt. Neuer Strukturplan? Genau. Er wurde in den zurückliegenden Monaten intensiv überarbeitet und weiterentwickelt, baut über Hessen verteilt auf acht Talentstützpunkten auf, um eine bestmögliche leistungssportliche Förderung zu gewährleisten. In den Stützpunkten sollen die Elemente E-Kader, dezentrale Stützpunkte und Lehrer/Trainer engmaschig miteinander verwoben werden. Die Talentstützpunkte werden in den nächsten Wochen aufgestellt, mit Zielen versehen - dann geht es los. Zunächst heißt es aber: Vom Norden lernen. Denn Kollmar hat (auch) als Mitglied des Leistungssportausschusses sehr wichtige Vorarbeiten geleistet und in seinem Bereich nach einer intensiven Ist-Analyse, Gesprächen und Absprachen im Talentstützpunkt Frankenberg bereits eine erste Talentsichtung organisiert. Genauer in der Herrenwaldhalle in Stadtallendorf.

Diese begann - nach einer praktischen Schulung durch Landestrainer Kurzsprint David Corell - mit Sprints über 30 Meter und 30 Meter fliegend. Insgesamt liefen 25 Schüler/innen, überwiegend E-Kaderathleten, durch die Zeitmessanlage. Volker Jennemann, Lehrertrainer in Kirchhain, und E-Kadertrainer René Koknat werteten die Ergebnisse aus. Gesamtschnellste waren Tamina Boppert (Alsfelder SC) sowie Jan-Lois Kaisinger (TSV Eintracht Stadtallendorf). „Wir haben teilweise sehr beeindruckende Zeiten und gute technische Ausführungen gesehen. Nun gilt es die Besten weiter zu fördern, damit diese Maßnahme auch eine nachhaltige Wirkung hat“, sagte Kollmar.

So viel ist schon jetzt gewiss: Die Veranstaltung war gelungen, in dieser Einschätzung waren sich Corell und Kollmar einig. Corell ergänzte, dass einige Talente ohne derartige Sichtungsmaßnahmen von den Chef- bzw. Landestrainern nicht entdeckt werden würden. Und genau dies ist das Ziel der neuen Struktur: Talente sollen in den Stützpunkten gesichtet und gefördert und dann in die Landeskaderförderung eingebunden werden. Hier ist dann die Zentralisierung am Standort Frankfurt mit den vier Bundesleistungszentren die weitere Konsequenz aus den Überlegungen, die zur Überarbeitung des Strukturplans geführt haben.

Carsten Ebert, HLV-Referent Leistungssport, wird gemeinsamen mit den Blockverantwortlichen Robert Schieferer, Corell, Regine Isele, Phillip van Dijck, Philipp Schlesinger und Georg Schmidt die Vorbereitungen in den nächsten Wochen abschließen, so dass möglichst alle Talentstützpunkte bis spätestens Mai loslegen können.

 


28.12.2016