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Straddle-Altmeister Thomas Zacharias springt in Stadtallendorf deutsche M70-Bestleistung


Thomas Zacharias (Foto: Helmut Schaake)

Wenn nicht alle Statistiken trügen - und warum sollten sie das - wurde bei den Hessischen Hallenmeisterschaften der Senioren in der Herrenwaldhalle von Stadtallendorf eine neue deutsche Bestleistung in der M70 aufgestellt. Wobei man sich in Hessen an den neuen Namen erst gewöhnen muss, denn Thomas Zacharias ist erst seit dem 1. Januar 2017 für den TV Obersuhl startberechtigt, einen Tag später feierte er seinen 70. Geburtstag. Zuvor hatte der sprunggewaltige Routinier jahrzehntelang das Trikot des USC Mainz getragen. Ja, Thomas Zacharias. In wirklich jungen Jahren war der Straddle-Athlet bei den Olympischen Spielen dabei (1968), später stellte er drei deutsche Hochsprungrekorde (2,18 bis 2,20 Meter) auf; 1971 wälzerte sich der Weltklasseathlet in Berlin zum deutschen Hallenrekord (2,22 Meter).

Zacharias hält noch immer die deutschen Senioren-Bestleistungen in der M50 (2,00 Meter/1997) und der M65 (1,65 Meter/2014) - seit dem vergangenen Sonntag ist nun auch die M70-Bestmarke in seinem Besitz. Denn mit seinem Tagessieg (1,51 Meter) verbesserte er die Bestmarke von Wolfgang Hirt (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) aus dem vergangenen Jahr um drei Zentimeter. Zacharias sprang damit genauso hoch wie M65-Meister Klemens Grißmer (TSG Oberursel), Inhaber der nationalen Weitsprung-Bestleistung (5,52 Meter/2016). Und weil wir gerade so schön drin sind im Thema Hochsprung gleich noch eine bemerkenswerte Leistung: Rüdiger Weber (Eintracht Wiesbaden) gewann in Stadtallendorf den M50-Wettbewerb mit Saisonbestleistung von 1,81 Meter.


Thomas Höner verabschiedet Margret Lehnert (Foto: Helmut Schaake)

Verabschiedet wurde in Stadtallendorf die langjährige HLV-Seniorenwartin Margret Lehnert aus Pfungstadt. Erika und Thomas Höner aus Wiesbaden hatten nicht nur eine Rede, sondern auch Präsente vorbereitet, letztlich stimmten die Anwesenden in der Halle sogar ein Ständchen an. Ein Nachfolger/eine Nachfolgerin für die 74-Jährige wird auf dem HLV-Verbandstag im April gewählt werden. Lehnert war in fast allen Ämtern, die sie beim HLV innehatte, die erste Frau. Ihre ehrenamtliche Arbeit begann 1981 als Bezirksfrauen- und jugendwartin. 1983 wurde sie HLV-Frauenwartin, von 1985 bis 1988 bekleidete sie das Amt der HLV-Schülerwartin. 1989 wurde Lehnert in das Amt der HLV-Jugendwartin gewählt. Als Ehren-Vizepräsidentin gehört sie weiterhin dem HLV-Präsidium an.

Uwe Martin

 


13.02.2017