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Alder-Baerens läuft Weltrekord: 85 km in 6 Stunden


Nele Alder-Baerens (Foto: Heiko Krause)

Nele Alder-Baerens vom Ultra Sport Club Marburg hat bei den deutschen Meisterschaften im 6-Stunden-Lauf in Münster den Titel gewonnen und mit 85,492 Kilometern einen Weltrekord aufgestellt. Die vormalige Bestmarke hielt die Japanerin Norimi Sakuari, die vor 14 Jahren 83,2 Kilometer erreicht hatte. „Ich musste die optimalen Bedingungen nutzen. Dass es so weit gehen wird, habe ich nicht geglaubt“, sagte die 38-jährige WM-Zweite über 50 Kilometer. Tags zuvor war Nele Alder-Baerens als Ultraläuferin des Jahres 2016 geehrt worden. Bei den Titelkämpfen der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung ging die Wahl-Hessin auf der flachen 5-Kilometer-Runde von Beginn an selbstbewusst ins Rennen. Bei Sonnenschein und milden Temperaturen hielt sie sich sofort in der Männerspitze auf. Nach wenigen Runden führte Nele Alder-Baerens das gesamte Feld an - und gab die Spitze nicht mehr ab. Sie gewann die Frauenwertung mit fast zwölf Kilometern Vorsprung und düpierte zudem die männliche Konkurrenz. Deutscher Meister mit 82,067 Kilometern wurde Christoph Marquardt (LG Deiringsten). „Es hat einfach alles gepasst, das Wetter, die schnelle Strecke und die Betreuung durch meinen Mann“, sagte die Siegerin. Ihr nächstes großes Ziel ist die DM im 100-Kilometer-Straßenlauf Ende Juni in Berlin, wo sie gleichfalls als Titelverteidigerin an den Start geht.


Antje Krause (Foto: Heiko Krause)

Vierte im Frauenfeld und Dritte in der Altersklasse 45 wurde Antje Krause. Auch sie startet im Trikot des USC Marburg. Für die deutsche Meisterin im 24-Stundenlauf sollte es im Hinblick auf weitere Saisonziele eine schnelle Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen werden. Dass es nur zu „Blech“ reichte, störte Antje Krause nicht. Mit 71,992 Kilometern war sie zufrieden. „Die Form stimmt und die Beine sind auch nicht besonders schwer“, sagte sie nach dem Rennen.

Das gute DM-Ergebnis des Ultra Sport Clubs Marburg komplettierte Toni Hecker, der seine persönliche Bestleistung auf 70,658 Kilometern verbesserte und als Fünfter der M30 auf dem 25. Gesamtplatz kam. Am Start waren insgesamt mehr als 500 Männer. (kse/tin.)

 


14.03.2017