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Trainingsgruppe Schmidt: Dreierpack in Südafrika


Die hessischen Top-Mittelstreckler in Potchefstroom (Foto: privat)

Vielleicht hat sich der eine oder andere in den zurückliegenden Wochen und Monaten gefragt, wo eigentlich die besten hessischen Mittelstreckler abgeblieben sind. Etwa die Sujew-Zwillinge (beide LG Eintracht Frankfurt), aber auch Marc Reuther, Dennis Biederbick und Marvin Heinrich vom Wiesbadener LV. Der einzige, der kurz aktiv in Erscheinung getreten ist zu Beginn der der Hallensaison, war Nico Sonnenberg aus Frankfurt. Wie Elina und Diana Sujew hat der Hindernisspezialist den Trainer gewechselt - von Wolfgang Heinig zu Georg Schmidt, dem neuen Mittelstrecken-Bundestrainer aus Wiesbaden. Alle anderen Genannten absolvierten bereits im Januar mit Schmidt ein Höhentrainingslager in Dullstroom, von Ende Februar bis 20. März war die Trainingsgruppe nochmals in Südafrika, dieses Mal in Potchefstroom. Und genau dorthin geht es nach einem dreiwöchigen „Heimaturlaub“ wieder, bis zum 5. Mai. Das Stützpunkttraining in Frankfurt leitet derweil Benjamin Stalf. Schmidt spricht von einer „Trainingslager-Kette“ an deren Ende die WM-Saison ansteht.

Und nach zwei von drei Dritteln in der Höhe von Südafrika - 1.400 Meter (Potchefstroom) bzw. 1.800 Meter (Dullstroom) - gibt es zwei gute Botschaften: Alle hessischen Top-Mittelstreckler sind fit. Was auch den Diensten von OSP-Physiotherapeut Peter Heckert geschuldet sein dürfte, der zuletzt dabei war. „Und alle sind in Form“, sagt Schmidt. Die ungewöhnliche Maßnahme mit Höhentrainingslagern im Dreierpack begründet er auch mit den Worten: „Ich musste alle Athleten kennenlernen.“ Reuther, den deutschen 800-Meter-Jahresbesten und DM-Dritten des Vorjahres, trainiert er bekanntlich schon länger. Alle anderen sind mehr oder weniger neu in der Übungsgruppe. Wie Reuther ist auch die Olympia-Halbfinalistin über 1.500 Meter, Diana Sujew, schon sehr weit in ihrem Formaufbau und frei von Verletzungen. Ihre Schwester Elina hat ihre langwierige Fußverletzung des Vorjahres auskuriert und ist 100 Prozent belastbar. Dem U20-WM-Teilnehmer Biederbick machten im Vorjahr Knieprobleme zu schaffen, diese sind aus der Welt. Heinrich hat die Trainingsbelastungen ebenfalls gut vertragen.


Alle strecken sich für die Sommersaison (Foto: privat)

Und Sonnenberg? Er war im Januar in Dullstroom nicht dabei, aber zuletzt in Potchefstroom und möchte im April ein zweites Mal mittun. Nach dem Ende der vergangenen Saison - die Rio-Norm über 3.000 Meter Hindernis verpasste er, war aber für die Halbmarathon-EM in Amsterdam qualifiziert - wollte er es berufsbedingt eigentlich etwas ruhiger angehen lassen. Mittlerweile ist es laut Schmidt zu einem Meinungsumschwung gekommen. „Sein Ziel ist die EM 2018 in Berlin. Über 3.000 Meter Hindernis.“ Sonnenberg, so Schmidt, habe im Training „sofort gut aufgeschlossen“.

Während die Schmidt-Gruppe über Ostern nochmals in Südafrika weilt, wird Stalf mit dem HLV-Kader, also den U18-Athleten und noch etwas jüngeren Talenten, an der Adriaküste in San Benedetto del Tronto (Italien) sein. Wie auch die Landestrainer-Kollegen David Corell (Kurzsprint) und Peter Rouhi (Weit- und Dreisprung) mit ihren Kadern.

Uwe Martin

 


24.03.2017