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Lisa Oed und Julius Hild gewinnen DM-Silber


Lisa Oed auf dem Weg zum zweiten Platz (Foto: IRIS)

Die Teilnehmer des SSC Hanau-Rodenbach haben aus hessischer Sicht wie erwartet die Akzente gesetzt bei den deutschen 10.000-Meter-Meisterschaften in Bautzen. Die Kurzanalyse lautet so: Die insgesamt fünf SCC-Athleten liefen alle persönliche Bestzeiten, holten zwei zweite, zwei vierte Plätze und einmal Rang sieben. Stark präsent war Hessen insbesondere in der Nachwuchsklasse U20. Über 5.000 Meter lief Lisa Oed in 16:46,87 Minuten auf Platz zwei, Franziska Althaus (TV Waldstraße Wiesbaden/17:24,12) wurde Fünfte, Alexandra Stuhlmann (LAZ Gießen/17:40,52) kam als Achte ins Ziel. Ähnlich sah es im U20-Rennen über 10.000 Meter aus. Julius Hild lief als Zweiter in 31:58,16 Minuten ins Ziel, Marius Abele als U18-Athlet wurde Vierter (32:40,83), sein 2000er-Jahrgangskollege Jonas Rapp beim 10.000-Meter-Debüt Siebter (32:59,65). Aaron Bienenfeld verpasste in der U23-Wertung den Sprung aufs Podest denkbar knapp. In 30:20,62 Minuten lag er als Vierter nur eine Sekunde hinter Kidane Tewolde (LG Olympia Dortmund/30:19,44).


Julius Hild (Foto: IRIS)

Im Aktivenbereich gab es zwei erwähnenswerte Platzierungen: Christina Walloch (TV Waldstraße Wiesbaden) lief die 25 Runden in 36:14,12 Minuten und damit auf Platz zehn, Jens Nerkamp (Grün-Weiß Kassel) erreichte in 30:11,12 Minuten den zwölften Rang. "Nach dem Rennen brauchte ich einen Moment, um einzuordnen was passiert ist. Die Bedingungen waren perfekt! Das Feld hat von Anfang an ein hohes Tempo aufgenommen und ich habe mich an Platz vier beziehungsweise fünf eingeordnet. Bis fünf Kilometer, die ich in 14:37 passierte, fühlte ich mich gut, danach wurde es zur persönlichen Katastrophe. Einer nach dem anderen überholte mich, meine Kraft war weg und mein Laufstil brach komplett auseinander. Es war nur noch Kampf und mein Unterbewusstsein schrie: Jens, hör auf, steig aus! Aber diese Option gibt es für mich nur, wenn ich mich gesundheitlich gefährde. Ich habe also um jede Sekunde gekämpft. Es war einfach nicht mein Tag, denn eigentlich ist meine Form sehr gut", postete Nerkamp auf Facebook.

Lisa Oed war zufrieden mit ihrem Rennen, bis etwa 4.200 Meter lag sie sogar auf Kurs in Richtung Qualifikationszeit für die U20-EM (16:37,50). „Dann haben die Beine zugemacht“, sagte sie. Nachdem sie bis Kilometer zwei alleine für die Führung gesorgt hatte, lief dann die spätere deutsche Meisterin Miriam Dattke (LG Telis Finanz Regnsburg/16:29,93) mit zu hohem Tempo vorbei, so dass die Hessin wiederum als Solistin unterwegs war.

Aaron Bienenfeld steigerte seine Bestzeit um etwa 30 Sekunden, Tewolde überholte den vielseitigen Nachwuchsläufer erst auf den letzten 200 Metern. Die positive Entwicklung von Bienenfeld verdeutlichen zwei weitere Qualitätsmerkmale: Seine 5.000-Meter-Durchgangszeit war mit 15 Minuten beinahe so flott wie seine vorjährige Bestzeit über diese Distanz, und mit 20 Jahren war er nur unwesentlich langsamer als der acht Jahre ältere Nerkamp.


Start mit Karin Schenk als Zweite von links (Foto: Abele)

„Der zielgerichtete und abwechslungsreiche Aufbau mit der Kombination aus Bergtraining, Aufbauwettkämpfen und Tempoläufen im Stadion in Anlehnung an Arthur Lydiard hat sich wieder einmal gelohnt“, sagte sein Trainer Sascha Arndt, der die DM in Ostsachsen aus Krankheitsgründen nicht vor Ort sehen konnte.

Abschließend zu den hessischen Senioren, die zwei Titel, zwei zweite und zwei dritte Plätze auf die Bahn brachten. Margret Göttnauer (LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain) lief in der W65 in 46:17,54 Minuten zur Meisterschaft, Anja Ritschel (TV Waldstraße Wiesbaden) eine Altersklasse höher in 51:14,06 Minuten. Karin Schenk (TV Waldstraße Wiesbaden/39:48,27) wurde in der W40 ebenso Zweite wie Daniel Gebreselasie (Grün-Weiß Kassel/36:27,04) in der M55. Dritte Ränge erreichten Andreas Heimel (TV Waldstraße Wiesbaden/M45/34:11,75) sowie Günter Horn (SG Chattengau/M60/38:51,91).

Uwe Martin

 


14.05.2017