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Hessenrekorde für Marshella Foreshaw, Jenna Fee Feyerabend und das Team aus Königstein


Marshella Foreshaw (Foto: Priedemuth)

Es war im wahrsten Sinne des Wortes eine Punktlandung. Marshella Foreshaw (Königsteiner LV) hatte bei den hessischen Mehrkampf-Meisterschaften in Darmstadt in der U18 am Ende des Siebenkampfes 5.470 Punkte auf ihrem Konto. Damit stellte die Kaderathletin einen neuen Hessenrekord auf und löste locker die Fahrkarte zur DM in Bernhausen. Foreshaw sammelte einen Zähler mehr als Carolin Friedrich (LAV Kassel) an gleicher Stelle bei den Mehrkampf-Titelkämpfen vor einem Jahr. Am ersten Tag, in der Vierkampf-Wertung, brachte Marshella Foreshaw 1,59 Meter im Hochsprung, 12,44 Sekunden über 100 Meter, 13,99 Meter mit der Kugel und 14,28 Sekunden über 100 Meter Hürden in die Wertung ein. Das ergab 3.326 Punkte und damit Goldmedaille Nummer eins. Hinzu kam, dass die beiden Laufzeiten die Einzelnorm für die Jugend-DM in Ulm bedeuten. Weiter ging es an Tag zwei mit 5,62 Metern bei der Weitenjagd in den Sand, 36,02 Metern im Speerwerfen sowie starken 2:20,44 Minuten bei den abschließenden 800 Metern. Damit war der nächste Gold-Coup unter Dach und Fach.

Den zweiten Hessenrekord bei der U18 gab es für Mannschaft des Königsteiner LV. Das Trio Marshella Foreshaw, Lara Kohlenbach und Rachel Wittich sammelte zusammen 14.803 Zähler und verdrängte damit das Team des LAV Kassel (bisher 14.495 Punkte) aus der All-time-best-Statistik.


Jenna Fee Feyerabend (Foto: Priedemuth)

Auf den Spuren von Carolin Schäfer (damals TV Friedrichstein) bewegt sich Jenna Fee Feyerabend (TV Groß-Gerau), die am Wochenende im Siebenkampf der U16 der Hessenrekord um 74 Zähler auf nun 4.097 Punkte hochschraubte. Fast wäre dem Mehrkampftalent bei seiner Siebenkampf-Premiere sogar eine Verbesserung der deutschen Bestleistung gelungen. Nach zwei Tagen fehlten lediglich neun Punkte zur Rekordmarke von Lara Groenewold (LG Braunschweig), die vor rund fünf Jahren 4.106 Zähler sammelte. Schon nach dem ersten Tag deutete Jenna Fee Feyerabend mit 2.391 Punkten in der Vierkampfwertung (13,24 m Kugelstoßen, 1,71 m Hochsprung, 12,62 sec. 100 m, 5,25 m Weitsprung) ihr großes Potential an. Stark auch 11,83 Sekunden über 80 Meter Hürden (bei -1,6 m/sec. Gegenwind), 38,05 Meter mit dem Speer sowie 2:26,59 Minuten über 800 Meter.


Das U18-Team aus Königstein mit Lara Kohlenbach, Rachel Wittich und Marshella Foreshaw (Foto: Priedemuth)

Jenna Fee Feyerabend wird bei den nationalen Titelkämpfen im Siebenkampf trotz der beeindruckenden Vorstellung nicht antreten. „Ich starte bei den deutschen Meisterschaften im Blockwettkampf Sprint/Sprung und dann in zwei Disziplinen bei der Einzel-DM in Bremen“, verriet die Nachwuchsathletin.

Der Titel im Zehnkampf der Männer ging mit 6.623 Punkten an Malte Schakau (LAZ Gießen). Favorit war hier Jan Felix Knobel (Königsteiner LV), der nach vier Disziplinen 3093 Zähler gesammelt hatte, damit überlegen in Führung lag und als Athlet mit einem stärkeren zweiten Tages in Richtung 8.000 Punkte unterwegs war. Nach überquerten 1,90 Metern im Hochsprung machten sich jedoch Probleme im Fuß bemerkbar, so dass Knobel den Wettkampf abbrach. Im Siebenkampf der Frauen trug sich Carolin Klupsch (SSC Vellmar) mit 4.887 Zählern in die Siegerliste ein.

Jens Priedemuth

 


16.05.2017