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Bericht über die Sprintfortbildung am 3.3. in Frankfurt


Neue Wege im Sprint- und Schnelligkeitstraining mit Schülern und Jugendlichen zeigte Dominic Ullrich (HLV-Landeskadertrainer Kurzsprint) bei der Fortbildungsveranstaltung am vergangenen Wochenende. Nach dem Eingangsvortrag, bei dem Sprint und Sprintbewegungen mit Hilfe von Videoaufnahmen ausführlich beschrieben und analysiert wurden, konnten die Teilnehmer im Praxisteil Spiele und Übungen zum alters- und entwicklungsgemäßen Schnelligkeitstraining kennen lernen. Hierbei konnten viele methodisch-didaktische Prinzipien bei der Trainingsarbeit mit Schülern und Jugendlichen durch Dominic Ullrich, der auch DLV-Projektmitglied der Gruppe „Kinder in der Leichtathletik“ ist, vermittelt werden. Ein neuer Ansatz bei der Vermittlung von Bewegungen und beim Techniktraining stellt der differenzielle Bewegungslernansatz von SCHÖLLHORN dar. Hierbei wird davon ausgegangen, dass jeder Athlet individuell optimale Bewegungslösungen für eine bestimmte Technik (z.B. Tiefstart) selbst findet, in dem er ständig, systematisch verschiedene Ausführungsvariationen durchführt. Zahlreiche Studien belegen den Erfolg dieses neuen Bewegungslernansatzes, den viele Teilnehmer als „zwar ungewohnt aber als variantenreiche Bewegungsherausforderung für Athleten im Grundlagen- und Aufbautraining sehen“. Neben dem Problem der Jahrestrainingsplanung mit Kindern und Schülern, vor allem durch die Trainingsunterbrechung bei Ferien, wurde im Abschlussvortrag auf die Drop-Out-Problematik eingegangen.
Das vorzeitige Aussteigen aus der Sportart Leichtathletik ist hierbei vor allem im Jugendalter zu beobachten und hat viele Hintergründe, bei der vor allem die zunehmende zeitliche Belastung durch Berufs- und Schulausbildung zu nennen ist. Hier sind Verband und Vereine aufgefordert Unterstützung und Hilfestellungen anzubieten und schon frühzeitig für ein attraktives, motivierendes und langfristig aufbauendes Training, möglich in einer gut funktionierenden Gruppe, anzubieten.
„Der lange Tag hat sich gelohnt! Die vielen Übungen und Spiele zum Sprinttraining kann ich direkt in meine bestehende Übungssammlung integrieren. Die theoretischen Fachhintergründe waren fundiert und bestärken mich in meiner Arbeit mit Jugendlichen.“, meinte ein Teilnehmer am Ende der Veranstaltung und half noch die vielen Kisten mit Bällen, Hütchen, Seilen, Bloxx und anderen Trainingsgeräten in das fast zu kleine Auto des Referenten zu packen.

 


05.03.2007